Sprung auf Platz 3: Kittels "schöner Nebeneffekt" lässt HSV jubeln
Gegen Heidenheim belohnte sich der Hamburger SV mit einem 2:0-Sieg für eine echte Geduldsprobe. Das Team von Tim Walter ließ sich von einem hartnäckigen Konkurrenten nicht aus der Ruhe bringen und feierte anschließend Sonny Kittel, der sich mit seinem Doppelpack zusätzlich einen Rekord sicherte.
Auch Defensive um Muheim überzeugt
Simon Terodde war mit 24 Toren in einer Saison für den Hamburger SV bislang der beste Zweitliga-Torschütze des Hamburger SV. Am Samstag wurde er von Sonny Kittel überholt, der bis dato gleichauf mit dem treffsicheren Schützen stand. Ein Doppelpack gegen Heidenheim mit den Toren Nummer 25 und 26 sicherte dem HSV zudem drei Punkte. "Es ist ein schöner Nebeneffekt, dass ich jetzt Zweitliga-Rekordtorschütze des HSV bin, letztendlich bedeutet mir das aber nicht so viel, weil ich ein Teil der Mannschaft bin und dem Team helfen will", freute sich der 29-Jährige über das Gesamtergebnis, das die Elbstädter gegen Heidenheim erzielten.
Nach einer torlosen Halbzeit blieben die Hamburger weiter geduldig, überstanden die gegnerischen Angriffe und zogen letztlich mit Kittels Hilfe ihre Trümpfe. "Wir hatten mehr Spielanteile, auch wenn Heidenheim nach dem Seitenwechsel und vor unserem ersten Tor mehr Chancen hatte", sah sich auch Abwehrspieler Miro Muheim einer intensiven Partie ausgesetzt. "Wir haben aber top verteidigt, alles reingeworfen und diese eklig zu bespielende Mannschaft niedergekämpft. Den Lohn dafür haben wir bei den zwei Toren geerntet."
"Kam auf viel Geduld an"
Sonny Kittel (63., 78.) festigte zuhause den Sieg - und damit den Sprung auf den Aufstiegs-Relegationsrang. Tim Walter sah eine geschlossene Mannschaftsleistung seines Teams. "Wir haben ein ganz intensives Spiel gesehen, in dem es viel auf Geduld ankam. Die haben wir heute aufgebracht", betonte der Übungsleiter. An der eigenen Offensive zweifelte der 46-Jährige genauso wenig, wie an der Heidenheimer Defensive. "Es war klar, dass wir ganz viele Szene haben werden, wo wir uns nach vorne spielen und nicht ganz durchkommen und die Heidenheimer immer wieder da sind. Sie laufen bis zum Abwinken und es ist richtig unangenehm gegen sie zu spielen", so Walter.
Über diese Widerstände setzte sich der HSV an diesem Tag hinweg. "Wir haben nicht nur offensiv gut die Vorgaben des Trainers umgesetzt, sondern auch gut verteidigt, haben uns in die Bälle geworfen und uns auch deshalb den Sieg verdient", fand Torhüter Daniel Heuer Fernandes, der nun zweimal in Folge die Null für seine Mannschaft festhielt. Außerdem war es für den HSV der dritte Sieg in Folge, nachdem bereits St. Pauli (2:1) und Darmstadt (5:0) bezwungen wurden. Auffällig: Mit Heidenheim haben die Hamburger zudem den dritten direkten Konkurrenten in Folge geschlagen. Ein Faktor, der dem HSV Mut machen dürfte, dass dieses Jahr nicht ausgerechnet in der zweiten Saisonhälfte die Kräfte ausgehen - sondern gesteigert werden.