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St. Pauli: Früherer Werder-Profi Lorenzen im Test

© imago images / ProShots

Der FC St. Pauli spielt ein neuer Kandidat für die problematischen Außenpositionen vor. Der momentan vereinslose Flügelstürmer Melvyn Lorenzen kam im Testspiel der Hamburger gegen Oberligist TuS Osdorf zum Einsatz und hofft nun auf eine positive Entscheidung von Sportchef Andreas Bornemann und Trainer Jos Luhukay.

"Ich passe ins Profil“

"Ich passe ins Profil. Im Testspiel habe ich mich gut gefühlt und drei Vorlagen gegeben. Jetzt warte ich auf eine Rückmeldung“, sagte Lorenzen in der Bild-Zeitung. Das Casting ist für den 25-Jährigen kein Problem: "Da ich längere Zeit nicht gespielt habe, wollte sich der Verein ein Bild machen.“

Luhukay sieht Lorenzen für den Fall einer Verpflichtung jedoch zunächst eher als Perspektivspieler und nicht als sofortige Verstärkung im Abstiegskampf. "Er ist nicht direkt für uns vorgesehen. Wenn das zustande kommen könnte, ist es ein Spieler, der in erster Linie über die U23 seine Perspektive suchen kann“, sagte der Niederländer.

Lorenzen stand zuletzt Karpaty Lwiw unter Vertrag. Beim ukrainischen Erstligisten kam der Deutsch-Ugander nach seiner Verpflichtung Ende September allerdings nur viermal zum Einsatz, zuletzt Anfang November. Einen Monat später trennten sich die Wege von Klub und Spieler schon wieder. In Deutschland gehörte Lorenzen zu den Nachwuchsteams von Holstein Kiel und Werder Bremen. Für die Hanseaten lief der Angreifer sogar 14-mal in der Bundesliga auf.

Aufsehen durch ominösen Berater

Doch nicht nur sportlich sorgt Lorenzen für Aufsehen. Der Stürmer lässt sich zur Vermeidung von Verletzungen oder auch bei Vertragsunterschriften von einem ominösen "Mr. X“ beraten und hat dadurch schon bei einigen Klubs Verwunderung ausgelöst. "Er entscheidet nicht, ob ich dort unterschreibe, sondern nur zu welchem Zeitpunkt. Natürlich gucken die Vereine dann etwas komisch, und es wird geschmunzelt.“ Nachteile durch die Zusammenarbeit seien noch nicht entstanden: "Bislang hat noch kein Verein abgewunken.“