St. Pauli gibt Derby-Sieg aus der Hand: "Für den Mut nicht belohnt"
Es wäre nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal die Krönung für den FC St. Pauli gewesen. Doch trotz Führung verloren die Kiezkicker das Derby beim Hamburger SV am Freitagabend mit 1:2. Nun droht auch der Verlust der Tabellenführung.
"Nicht unsere Lösungen gefunden"
Breiter hätte die Brust beim Team von Trainer Timo Schultz nach dem 2:1-Erfolg unter der Woche gegen Borussia Dortmund nicht sein können. Dennoch sind die Männer vom Millerntor "nicht ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Marcel Hartel. "Sie haben uns früh unter Druck gesetzt und wir nicht unsere Lösungen gefunden." Dennoch gab es trotz guter Chancen statt der HSV-Führung den Treffer für die Gäste: In Folge eines Freistoß legte Etienne Amenyido den Ball zu Guido Burgstaller, der nach drei Partien ohne Tor seinen 15. Saisontreffer erzielte (30.).
Doch der HSV war trotz des Rückstandes nicht beeindruckt, kam durch Kapitän Sebastian Schonlau zum Ausgleich (58.). Erneut war es ein Standard, der zum Tor verhalt. "Die Masse an Ecken hat es dann am Ende ausgemacht. Das haben sie in der Situation gut gemacht", musste Pauli-Coach Schultz eingestehen. Nur zwölf Minuten später spielte Sonny Kittel einen Laufpass auf Bakery Jatta, der mit seinem Treffer das zum 2:1 aus HSV-Sicht Spiel drehte.
Zieht Darmstadt nun vorbei?
"Nach dem Rückstand haben wir das Herz in die Hand genommen, haben Dampf und Druck gemacht. Die Chancen, die wir hatten, haben wir dann aber nicht gemacht und uns für den Mut nicht belohnt", fasste Schultz die Minuten bis zum Spielende zusammen. Für die Kiezkicker war es die zweite Niederlage in den vergangenen drei Ligaspielen. Zum Ende des Jahres hatte eine 0:3-Klatsche bei Holstein Kiel gegeben. Die zuletzt eher magere Punkteausbeute könnte nun auch den ersten Tabellenplatz kosten, sollte der SV Darmstadt 98 am Samstag beim FC Ingolstadt mindestens einen Punkt holen. Auch der HSV it nur noch drei Punkte vom Rivalen entfernt. Nach der Länderspielpause geht es für den DFB-Pokal-Sieger-Besieger mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn weiter.