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St. Pauli mit "anderer Power und Energie" nach Würzburg

© imago images / Joachim Sielski

Nach der Niederlage am Sonntag bei Greuther Fürth steht für den FC St. Pauli am Mittwoch schon das Nachholspiel bei den Würzburger Kickers an. Wie Trainer Timo Schultz über das Kellerduell denkt.

Letzter gegen Vorletzter

Die Zeiten für Timo Schultz könnten wahrlich angenehmer sein. Den Auftakt ins neue Jahr hatte der FC St. Pauli am Sonntag mit 1:2 bei Greuther Fürth verloren. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) steht das nächste Auswärtsspiel, ein Nachholspiel vom 12. Spieltag, beim Tabellenletzten Würzburger Kickers an, ehe es am Samstag zu Hause gegen Holstein Kiel geht. Die Pleite in Fürth war die zweite in Folge, die insgesamt siebte im 13. Spiel. Die ernüchternde Bilanz: Vorletzter mit nur acht Punkten und vier Zähler Rückstand auf das rettende Ufer.

Ein Erfolg beim Schlusslicht wäre also eminent wichtig, um wieder neuen Mut im Abstiegskampf zu schöpfen. "Wir sind schon angespannt, aber auch optimistisch, dass wir es besser machen", so Schultz. Man wolle "das Spiel mit einer anderen Stimmung, einer Power und Energie angehen". Personell stehe dem 43-Jährigen "mehr oder weniger" das Personal von der jüngsten Pleite zur Verfügung. Ein Einsatz von Daniel Buballa war zuletzt fraglich, da der Verteidiger einen Schlag aufs Knie bekommen hatte.

Keine Gedanken über eigene Zukunft

Doch unabhängig vom letztendlich feststehenden Personal müssen drei Punkte her. Trotz der brisanten Konstellation möchte Schultz, der den Trainerposten im Sommer übernommen hatte, noch nicht von einem ersten Endspiel um den Klassenerhalt sprechen. Aber: "Wir wissen, dass es für uns eine riesen Chance ist, mit drei Punkten vom direkten Abstiegsplatz runterzukommen und das Ding in eine andere Richtung zu drehen." Dafür gebe es auch eine klare Marschroute: "Wir wollen viel aktiver sein und uns mehr auf die Sachen konzentrieren, die wir beeinflussen können."

Sollten sein Spieler das umsetzen und die erhofften drei Punkte einfahren, wäre dies auch für Schultz persönlich extrem wichtig. Die Regeln des Geschäfts sind eindeutig. Bleibt der Erfolg aus, muss der Trainer gehen. Und viel Grund zum Jubeln gab es auf St. Pauli in dieser Saison noch nicht. Der Ex-Profi will sich dennoch nicht mit Gedanken um seine Person ablenken lassen: "Das ist etwas, was ich nicht beurteilen kann, das will ich auch gar nicht. Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann. Das ist eine gute Spielvorbereitung, um die Jungs in die richtige Bahn zu leiten."