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St. Paulis nächste Blamage: "Wir müssen uns schämen“

© imago images / foto2press

Das Beste für den FC St. Pauli kam zum Schluss: Trotz ihrer 0:4-Blamage im Nordduell bei Hannover 96 konnte die Hamburger bei der Nachricht von der gleichzeitigen 1:2-Niederlage des Karlsruher SC bei Jahn Regensburg etwas durchatmen und gehen mit einem Vorsprung von durchaus beachtlichen fünf Punkten auf die Abstiegszone in den Saisonendspurt. Dennoch herrschte beim Kiez-Klub alles andere als gute Laune.

"Wir waren tot auf dem Platz“

Zu schlecht nämlich war der Auftritt an der Leine. "Das war eine Leistung, für die wir uns schämen müssen“, schimpfte Kapitän Christopher Avevor auf der Vereinshomepage. Einmal in Fahrt legte der 28-Jährige kräftig nach: "Wir waren tot auf dem Platz. Das war in keinster Weise zufriedenstellend. Für alle, dieses Spiel am Fernseher verfolgt haben, war es wahrscheinlich eine Qual, es angucken zu müssen.“

In der Tat hatte St. Paulis Vortrag mit Abstiegskampf nichts zu tun. Die theoretische Chance auf eine vorzeitige Rettung vor dem Sturz in die dritte Liga vermochte das Team von Trainer Jos Luhukay offensichtlich nicht annähernd zu beflügeln. Im Gegenteil: "Hannover hat uns komplett auseinandergespielt“, stellte Avevors Abwehrkollege Daniel Buballa konsterniert fest, und Angreifer Johannes Flum sekundierte: "Wir waren vorne einfach zu harmlos, und hinten haben wir uns die Tore zu leicht einschenken lassen.“

Ohne eine erhebliche Steigerung könnten die Hanseaten denn auch im Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag auf Schützenhilfe angewiesen bleiben. Denn in der Verfassung von Hannover dürfte Luhukays Mannschaft selbst der nächste Matchball zur Rettung aus eigener Kraft am Sonntag am heimischen Millerntor nicht viel nützen.

Luhukay: "Großer Qualitätsunterschied“

Die Analyse des Coaches jedenfalls taugte nicht gerade als Mutmacher. "Wir haben es kaum geschafft, gefährlich zu werden. Eine qualitativ überlegene Mannschaft hat uns unsere Defizite aufgezeigt. Dieses Spiel muss meine Mannschaft erstmal verkraften“, meinte der Niederländer und sprach von einem "großen Qualitätsunterschied“.

Entsprechend einfach lautete Avevors Ansage für die beiden letzten Begegnungen der Saison: "Es gibt noch eine ganze Menge, was wir besser machen müssen, um noch die nötigen Punkte zu holen. Wir müssen uns den Allerwertesten aufreißen.“