Stimmungsboykott: VfL-Ultras wollen 45 Minuten schweigen

Montagsspiele bleiben den Fans des deutschen Profi-Fußballs ein Dorn im Auge, deswegen will sich die Ultra-Fangruppe des VfL Osnabrück auch am kommenden Montag mit einem Stimmungsboykott ein Zeichen gegen die Spielzeit setzen.
"Werden nicht das Beiwerk sein"
"Dieses Spiel ist nun schon das zweite Montagsspiel in der eigentlich noch jungen Saison", heißt es in der Einleitung einer Mitteilung der Osnabrücker Ultra-Fangruppe, in der zu einem neuerlichen Stimmungsboykott beim Auftritt ihrer Mannschaft gegen Arminia Bielefeld informiert wird. In der kompletten ersten Spielhälfte wollen die Anhänger der Lila-Weißen auf Unterstützung von den Rängen verzichten, um ihren Unmut gegen die Spieltagsansetzung am Montag zu demonstrieren. "Wir werden nicht das schmückende Beiwerk für Live-Übertragungen sein", protestieren die Ultras erneut gegen die Spieltagszerstückelung, die aufgrund der dadurch höheren TV-Gelder entsteht.
Konkrete Abschaffung gefordert
Eine Abschaffung der Montagsspiele in der Bundesliga und ihrem Unterhaus zur Saison 2021/22 ist bereits angedacht, diesem Braten trauen die Fußballfans in Osnabrück aber nicht: "Allerdings ist dieser Schritt nur unter Vorbehalt und momentan nicht mehr als ein Lippenbekenntnis bis die neuen TV-Verträge auch wirklich unterzeichnet sind und die Abschaffung der Montagsspiele konkretisieren." In dem Protest inbegriffen soll auch die 3. Liga sein, schließlich gehe es bei der Abschaffung der ungeliebten Spielzeit um eine prinzipielle Sache. Zudem soll es nicht das letzte Zeichen der Fanszene sein: "solange noch nicht feststeht, dass keine Spiele mehr am Montag stattfinden, zeigen wir den Offiziellen weiterhin, dass wir uns mit halben Sachen nicht zufrieden geben." Am Montag (20:30 Uhr) trifft der VfL Osnabrück im Nachbarschaftsduell auf Arminia Bielefeld.