Strafe für Wildpark-Abschied? "Sind uns keiner Schuld bewusst"

49.000 Euro sollte der Karlsruher SC ursprünglich für rund 140 Seenotfackeln bezahlen, die beim Fan-Abschied vom Wildparkstadion gezündet wurden. Zwischen dem Verein und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) kam es daraufhin zum Streit, die Summe wurde auf 4.000 Euro heruntergestuft. Doch auch die will die KSC nicht zahlen. Am heutigen Donnerstag (12:30 Uhr) soll eine Entscheidung fallen.

4.000 statt 49.000 Euro

Es ist eine Prinzipsache, die heute zwischen dem Karlsruher SC und dem DFB-Sportgericht geklärt werden muss. Nach dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers am 3. November 2018 wurd das altehrwürdige Wildparkstadion der Karlsruher gebührend von den Fans verabschiedet - mit 140 Pyro-Fackeln rund um das Spielfeld. Dafür bekam der KSC im Nachhinein eine Strafe in Höhe von 49.000 Euro vom DFB ausgesprochen, die der Verein nicht zu bezahlen bereit war. Nach Vergleichsgesprächen mit dem Kontrollausschuss sei die Strafe inzwischen zwar auf 4.000 Euro heruntergekürzt worden, doch auch das will der KSC nicht zahlen. Grund: Sie waren nicht der Veranstalter der Pyro-Show.

"Genehmigungslage war hergestellt"

"Wir sind uns keiner Schuld bewusst, wir haben nichts falsch gemacht", erklärt Präsident Ingo Wellenreuther gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Träger der Veranstaltung war der Karlsruher Fan-Dachverband Supporters, der entsprechende Genehmigungen für das Vorhaben zugesprochen bekam. "Die Genehmigungslage auf örtlicher Ebene war hergestellt", bestätigt KSC-Sicherheitsbeauftragter Holger Brandenburg. Ordnungs- und Bürgeramt, sowie Polizei und Branddirektion gaben Grünes Licht, auch ein Testlauf wurde gemacht und für positiv befunden. Nun wird das Urteil erneut verhandelt.

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