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SV Sandhausen trennt sich von Cheftrainer Kenan Kocak

© imago/foto2press

Der SV Sandhausen und Cheftrainer Kenan Kocak gehen ab sofort getrennte Wege. Am Montagabend wurde der 37-Jährige nach einem "intensivem Austausch" mit sofortiger Wirkung freigestellt. Damit reagiert der Verein auf die bisher schwache Saison. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Eine "brutal schwere Entscheidung"

Erst ein Sieg, nur fünf Punkte und lediglich fünf Tore: Nach neun Spieltagen steht der SV Sandhausen auf dem 16. Tabellenplatz und kassierte am Sonntag beim 1:3 auf FC St. Pauli bereits die sechste Niederlage. Dass Kocak noch einmal die Wende einleiten könnte, daran glaubten die Verantwortlichen nicht mehr.

"Für uns alle ist heute ein schwarzer Tag und es war eine brutal schwere Entscheidung", betont Präsident Jürgen Machmeier. "Leider sind in dieser Saison die verdienten Erfolge ausgeblieben. Daher möchten wir der Mannschaft einen neuen sportlichen Impuls geben."

Nachfolger noch offen

Kocak stand seit Juli 2016 an der Seitenlinie des SVS und führte Sandhausen zweimal in Folge zum souveränen Klassenerhalt. "Leider hat sich die Mannschaft in dieser Saison bisher zu wenig für Ihre Auftritte belohnt", blickt der 37-Jährige zurück. "Die oft guten Leistungen haben sich zu selten in den Ergebnissen widergespiegelt." Dennoch ist sich Kocak sicher, "dass die Jungs bald wieder in die Erfolgsspur finden werden, wenn sie so weiterarbeiten."

Geschäftsführer Sport Otmar Schork betont: "Ich hatte bis zuletzt die Hoffnung, dass wir mit Kenan und der Mannschaft in die Erfolgsspur zurück gekommen wären und wir es geschafft hätten, unsere Ziele zu erreichen".

Wer nach der Länderspielpause auf der Bank sitzen wird, ist noch offen. Kocak ist nach Uwe Neuhaus (Dynamo Dresden), Stefan Leitl (FC Ingolstadt) und Ilia Gruev (MSV Duisburg) bereits der vierte Trainer in dieser Saison, der seinen Posten räumen muss.