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SVD demonstiert Mannschaftsgeist: "Rückstand fast schon egal"

© IMAGO / Jan Huebner

Nahezu unaufhaltsam setzt der SV Darmstadt 98 seinen Lauf fort und rang den FC Schalke 04 mit einem 4:2-Sieg nieder. Cheftrainer Torsten Lieberknecht gestand dem Team, welches sich auch stets als solches präsentiert, seine Liebe. Mit ungeahnter Offensivstärke sind die Lilien nun der erste Verfolger.

Schnelle Antworten des SVD

St. Pauli, Regensburg, Paderborn – viele Mannschaften hat die Elf von Torsten Lieberknecht nicht mehr vor sich. Gerade in der Offensive macht den Lilien niemand etwas vor. Obwohl Luca Pfeiffer den Torreigen der Darmstädter dieses Mal mit einem Treffer in den eigenen Kasten startete. "Wie schon so oft in dieser Saison", betonte Lieberknecht nach dem frühen Rückstand, "hatten wir eine sehr gute Antwort parat." In doppelter Ausführung, wie sich noch vor der Pause erwies. In der zweiten Hälfte verdoppelten beide Mannschaften dann die Anzahl ihrer Treffer.

"Wenn du mit 4:2 gewinnst, fällt es leicht, von einer guten Mannschaftsleistung zu sprechen", lobte Lieberknecht sein Team, das nach dem Rückstand nicht unruhig wurde. "Ich liebe an diesem Team, dass es so bodenständig und demütig bleibt", gestand der Cheftrainer ein. Durch den erneuten Sieg – es war der vierte Erfolg in den letzten fünf Liga-Spielen – kann der SVD nun nach oben schielen. Nach der Länderspielpause (20. Januar, 13:30 Uhr) folgt das Spitzenspiel mit St. Pauli. Dann können die Lilien im besten Fall die Tabellenspitze übernehmen.

"Haben gelernt"

Nach dem holprigen Saisonstart, gezeichnet durch ein hartnäckiges Infektionsgeschehen, hatten das nicht viele Darmstädter erwartet. Nun wirken die Lilien zusammengeschweißter denn je. "Jeder hat wieder gesehen, dass wir als Team agieren", betonte Phillip Tietz nach seinem Doppelpack. Dieser Teamgeist treibt an: "Wir haben in dieser Saison gelernt, dass wir auch einen Rückstand einholen können. Die Köpfe haben wir überhaupt nicht hängengelassen, stattdessen einfach noch mehr Druck gemacht, offensiver gespielt und besser verteidigt."

Dem pflichtete auch Torhüter Marcel Schuhen bei: "Wir haben uns vor dem Spiel noch einmal gesagt, dass wir eine Mannschaft und ein geschlossenes Team sind. Und entsprechend war uns auch der frühe Rückstand fast schon egal, weil wir einfach weitergespielt haben und immer mutiger wurden." Am Ende belohnten sich die Lilien für den beherzten Auftritt, sodass auch Schalke als großer Name in der Liga deutlich geschlagen wurde. Von einer "brutalen Mannschaftsleistung" und "überragendem Fußball" sprach Tietz nach Abpfiff – und zwar nicht unberechtigt. "Wir sind mit voller Euphorie hergefahren und hatten uns gut auf den Gegner vorbereitet", so der Stürmer. Weniger euphorisch dürfte es nach diesem Sieg jedenfalls nicht sein.