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SVD im Topspiel gefordert: "Erwarte, dass wir ein ekliger Gegner sind"

© IMAGO / Jan Huebner

Ein Dämpfer gegen Düsseldorf folgte auf sieben Spiele ohne Niederlagen der Darmstädter. Nun müssen die Lilien eine neue Serie starten – und zwar im Spitzenspiel mit Paderborn (Samstag, 13:30 Uhr). Beim Tabellenvierten will Cheftrainer Torsten Lieberknecht wieder der ekelige Gegner sein, den die Hausherren erwarten sollen. Nur dann werden die Ostwestfalen nicht vorbeiziehen.

"Niedergeschlagen und wütend"

Jeweils zwölf Tore gehen auf die Konten von Phillip Tietz und Luca Pfeiffer, die den SV Darmstadt 98 mit dieser beeindruckenden Quote auf einen direkten Aufstiegsplatz schossen. Doch am kommenden Samstag treffen die SVD-Stürmer auf einen Mann, der den SC Paderborn bei einem Sieg vorbeiziehen lassen könnte – Sven Michel, der mit seinen 13 Treffern bereits an den Lilien-Torjägern vorbeigezogen ist. "Er ist ein Fußballer pur und ein echter Typ, der für sein Team rackert und ackert und sich für keinen Weg zu schade ist", lobte Cheftrainer Torsten Lieberknecht den SCP-Stürmer, den es auszuschalten gilt. "Er verkörpert totalen Einsatzwillen und Schlitzohrigkeit zusammen mit Spielwitz und Abschlussqualität."

Diese Bereitschaft und Leidenschaft will der Übungsleiter auch wieder von seiner Mannschaft sehen, nachdem es zuletzt einen kleinen Dämpfer gegen Düsseldorf gab. Klar ist, dass die Lilien ihren Aufstiegsplatz bei einer weiteren Niederlage nicht halten können. "Die Mannschaft war nach dem Düsseldorf-Spiel niedergeschlagen und wütend", berichtet Lieberknecht von der Reaktion, die sein Team zuvor zeigte. "Das ist aber normal nach einer Niederlage. Wir haben das Spiel analysiert und abgearbeitet. In dieser Trainingswoche hatten wir eine gute Intensität." Diese Vorbereitung soll in Paderborn wieder zu einem Erfolg führen.

Beide Teams von Offensive geprägt

Die stärkste Offensive der Liga trifft dann auf die drittbeste Defensive – nur Nürnberg und Hamburg ließen weniger Buden über die Linie, als Paderborn. "Ich erwarte von uns, dass wir zeigen, dass wir ein ekliger Gegner sind", gab Lieberknecht als Marschroute voraus. "Am Samstag treffen zwei interessante Mannschaften aufeinander, die vor allem in der Offensive ihre Stärken haben." Herauszufinden gilt dazu, wer die besseren Antworten in der Defensive findet. Ein kleiner Vorteil scheint – angesichts der Statistik – den Paderborn zu gehören.

"Paderborn hat auf den Baumgart-Fußball der letzten Jahre mit neuen Ideen durch Lukas Kwasniok aufgebaut", schätzte Lieberknecht die Entwicklung in Ostwestfalen respektvoll ein. "Gerade am Anfang der Saison haben sie viele Spiele sehr deutlich gewonnen. Das bringt Selbstbewusstsein und Sicherheit." Dem müssen die Lilien entgegentreten. Helfen könnte eigentlich auch wieder Fabian Schnellhardt, der zurück im Training war. Doch für die Partie in Paderborn wird Lieberknecht noch auf den zentralen Mittelfeldspieler zu verzichten. Auch Matthias Bader (Gehirnerschütterung) fällt aus.