• Facebook
  • Twitter

SVD ohne Rücksicht: Lilien wollen "straight unser Ding durchziehen"

© IMAGO / Jan Huebner

Der SV Darmstadt 98 muss am Samstagabend (20:30 Uhr) den FC Erzgebirge Aue in die 3. Liga schießen, um sich eine gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen zu bewahren. Möglicherweise ist für die Gäste zur Anstoßzeit aber auch schon alles vorbei – in dem Fall will Cheftrainer Torsten Lieberknecht dem Gegner respektvoll begegnen. Ein Trio fällt aus.

"Wucht, Wille und eiskalte Einstellung"

"Sollte Dresden gewinnen, wäre es total schade, wenn Aue absteigen würde", bezog sich Torsten Lieberknecht auf die Konstellation, die sich am Samstag vor der Partie seiner Mannschaft gegen die Veilchen ergeben kann. Holen die Dresdner mittags drei Punkte gegen Regensburg, dann tritt Aue im Stadion am Böllenfalltor abens als zweiter Absteiger an. "Wir werden das Spiel sehr respektvoll angehen", bereitete der SVD-Coach seine Mannschaft auf die Situation vor. So oder so erwarten die Lilien jedoch einen Gegner, der zuletzt zeigte, zu was er möglich wäre.

"Wir befinden uns in der Vorbereitung auf einen Gegner, der in den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt hat. Die Mannschaft glaubt an sich", blickte Lieberknecht auf die vergangenen Partien zurück. Ob es für Aue in Darmstadt noch um etwas gehen wird, kann der Coach nicht beeinflussen. Spätestens bei Anpfiff ist aber klar, dass die Lilien den Kontrahenten mit einem Sieg in die 3. Liga schicken würden. Zurückhalten wird sich Darmstadt nicht: "Wir wollen mit großer Wucht, großem Willen und einer eiskalter Einstellung in dieses Meisterschaftsspiel gehen und die drei Punkte holen."

Konkurrenten legen vor

Fehlen wird weiterhin Fabian Schnellhardt (Muskelbündelriss), aber auch Lasse Sobiech (Gehirnerschütterung) wird nicht rechtzeitig fit. Bei Aaron Seydel steht eine genaue Diagnose noch aus, doch aufgrund der "diffusen Verletzung" wird auch der Stürmer nicht zur Verfügung stehen. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig – und sollen auch wieder Einsatzwillen zeigen. "Jeder Zuschauer im Stadion soll spüren, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Dafür müssen wir wuchtig und zielgerichtet nach vorne agieren, aber auch sehr aufmerksam in Aues Umschaltspiel sein", forderte Lieberknecht von seiner Mannschaft.

Bereits am Freitagabend können mit Bremen, Schalke, St. Pauli und Nürnberg die Konkurrenten vorlegen, ehe am Samstag auch das Match des Hamburger SV folgt. Darmstadt tritt als letztes Team des Spieltags an, sodass die Ausgangslage schon vor dem Anpfiff bekannt sein wird. "Wir nehmen keine Mannschaft in der 2. Liga auf die leichte Schulter. Es hapert bei uns null am Einsatzwillen. Gerade in solchen Spielen mit solchen Tabellenkonstellationen haben wir oft bewiesen, dass wir sehr straight unser Ding durchziehen", machte sich Lieberknecht keine Sorgen. Dennoch war er sich sicher, dass Aue ihnen als "pfiffige Mannschaft" einiges abverlangen wird.