SVS-Coach Koschinat wütet: "Eine lächerliche Entscheidung"

Das 0:0-Unentschieden gegen den SV Wehen Wiesbaden war für das Team aus dem Hardtwald von Trainer Uwe Koschinat bereits das sechste sieglose Spiel in Folge. Der SV Sandhausen ist damit nach einem guten Saisonstart im Abstiegskampf angekommen. Doch der SVS-Coach regte sich über etwas ganz anderes auf.
Koschinat sieht Benachteiligung
Es war ein leichter Treffer mit der Hand im Gesicht, doch für Schiedsrichter Lasse Koslowski war die Aktion von Ivan Paurevic gegen Sebastian Mrowca einer gelben Karte würdig - und damit gleichbedeutend dem Platzverweis des Sandhausener Akteurs. Eine Entscheidung, die Trainer Uwe Koschinat zur Weißglut trieb: "Tut mir leid, wenn das ein absichtlicher Ellenbogeneinsatz ist von einem Spieler, der 1,94 Meter groß ist, dann habe ich keine Ahnung von Fußball.
Dass Paurevic nach rund 63 Minuten den Platz verlassen muss, war für den SVS-Coach eine spielentscheidende Situation beim 0:0-Unentschieden gegen den SV Wehen Wiesbaden: "Für uns ist das ein erheblicher Nachteil in so einer Situation." Der 48-Jährige sah sein Team im Abstiegskrimi mit dem Tabellenletzten benachteiligt, nach einem guten Saisonstart und dem dritten Platz nach fünf Spieltagen ist der SVS nun wieder im Überlebenskampf angekommen. Trainer Uwe Koschinat lebt es vor.
"Videobeweis wird immer lächerlicher"
"Das war eine Zweikampfsituation, die so sehr häufig vorkommt. Es gab überhaupt keine aktive Bewegung des Spielers mit dem Ellenbogen ins Gesicht", erläuterte der Übungsleiter im Detail beim "Sky"-Interview nach dem Abpfiff. Der Coach reagierte verständnislos: "Deswegen ist das eine lächerliche Entscheidung. Vor allem heutzutage, wo wir den Videobeweis haben. Aber der wird ja immer lächerlicher und falscher ausgelegt."
Nach einer Verschnaufpause wird sich der 48-Jährige aber Gedanken darüber machen müssen, wer Paurevic im nächsten Spiel vertreten soll. Denn die Gelb-Rote Karte des defensiven Mittelfeldspieler behält Bestand, genauso auch die Verletzung von Nebenmann Erik Zenga in der Schlussphase. "Ich kann nur spekulieren, aber unser Physiotherapeut hat gesagt, dass alle Tests direkt ergeben haben, dass es nicht so gut aussieht. Insofern wird das eine erhebliche Knieverletzung sein", befürchtete Koschinat bereits einen langfristigen Ausfall - und muss damit am Freitag (18:30 Uhr) gegen Hannover 96 seine Doppel-Sechs komplett neu besetzen.