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SVS fällt auseinander: "Es war fast keine Gegenwehr vorhanden"

© IMAGO / foto2press

Das Debüt von SVS-Cheftrainer Alois Schwartz in Hannover (2:1) war geglückt – doch umso dramatischer war der Untergang im ersten Heimspiel unter dem Rückkehrer auf der Trainerbank. Dabei konnte sich der SV Sandhausen bei der 1:6-Niederlage in der ersten Halbzeit noch wehren. Für den Rest wollte sich Schwartz entschuldigen.

"Der Stachel sitzt tief"

Immanuel Höhn und Daniel Keita-Ruel sorgten am vergangenen Wochenende für den überraschenden 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96. Das erste Zeichen für einen gelungenen Trainereffekt? Sollte es das gewesen sein, so wurde besagter Effekt im zweiten Auftritt unter Alois Schwartz zunichte gemacht. "Der Stachel sitzt sehr tief", ärgerte sich SVS-Sportchef Mikayil Kabaca jedenfalls. "Wir waren davon überzeugt, dass die Jungs heute mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen können und einen oder drei Punkt mitnehmen können. Es kam genau anders."

Mit dem Sieg in Hannover habe zwar niemand gerechnet, doch die erhoffte Initiallösung stellte der Erfolg bei den Niedersachsen wohl nicht dar. "Ich habe mir mein erstes Spiel hier wieder am Hardtwald natürlich anders vorgestellt. Wir müssen uns für die zweiten 45 Minuten bei unseren Fans entschuldigen", äußerte sich Schwartz daher auch ganz deutlich. Vier Tore kassierte der SVS in der zweiten Spielhälfte, was nicht nur auf dem Papier übel aussah. "Es war fast keine Gegenwehr vorhanden, wir wurden im eigenen Stadion vorgeführt", analysierte der Übungsleiter im ersten Schritt.

SVS hielt zunächst mit

Vor allem das Zweikampfverhalten stimmte beim SVS an diesem Sonntag überhaupt nicht. "Wir hatten danach eine relativ gute Phase, haben aber schon kurz vor der Pause mehr Geleitschutz gegeben und die Zweikämpfe nicht richtig geführt. Nach dem 1:3 sind dann alle Dämme gebrochen", beobachtete Schwartz. Doch die erste Halbzeit machte dem SVS zum Teil auch Mut. "Dennoch war das Spiel nach dem 1:1 eigentlich auf Augenhöhe, Darmstadt geht etwas aus dem Nichts mit 2:1 in Führung", hielt Kabaca fest, dass die Elf vom Hardtwald bis dahin mithalten konnte. Doch Alois Schwartz ist sich sicher, dass er seine Mannschaft noch genauer kennenlernen muss: "In Hannover habe ich eine Seite gesehen, heute die andere." Nun folgt die Aufarbeitung in der Länderspielpause.