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Wieder 3:0! SVW-Neulinge mit Schwung: "Heute gut gelöst"

© IMAGO / Jan Huebner

Nach dem 3:0-Sieg gegen Rostock hat der SV Werder Bremen nachgelegt – mit einem 3:0-Sieg in Ingolstadt. Auf der einen Seite mussten die Grün-Weißen zwar die Verletzung von Kapitän Ömer Toprak hinnehmen, auf der anderen Seite erwiesen sich die Last-Minute-Neuzugänge – Marvin Ducksch und Mitchell Weiser – als wertvolle Profis für den Kader von Cheftrainer Markus Anfang.

"Manko war die Chancenverwertung"

Im Kasten der Bremer entschied sich der Werder-Coach für Michael Zetterer als Nummer eins, doch der Torhüter der Grün-Weißen stand am 6. Spieltag nach der Länderspielpause nicht im Fokus. Zunächst war es FCI-Innenverteidiger Nico Antonitsch, der einen Ball ins eigene Tor ablenkte – und dann waren es die beiden Neuzugänge, die den SVW wieder auf die Siegesstraße brachten. Mitchell Weiser (42.) und Marvin Ducksch (48.) trafen dazu noch zu den berüchtigten wertvollen Zeitpunkten. "Das war ein gutes Spiel von uns", zeigte sich Markus Anfang nach Abpfiff zufrieden.

Dabei hätte es für den Werder-Coach durchaus noch mehr sein können. "Unser einziges Manko war die Chancenverwertung", erklärte Anfang – und ging danach auch auf die Abwehrreihe ein: "In den letzten 20 Minuten waren wir in der Defensive zu nachlässig, aber insgesamt war es ein sehr guter Auftritt." Der einzige Wehrmutstropfen war, dass SVW-Kapitän Ömer Toprak schon in der ersten Hälfte verletzungsbedingt das Feld räumen musste – muskuläre Probleme stehen im Raum. Dennoch hielt die Abwehr zum dritten Mal infolge dicht. Und der Offensivmotor läuft: "Wie schnell die Jungs das teilweise durchgespielt haben – wir haben das offensiv heute gut gelöst. Ich glaube, dass ist dann auch schwer zu verteidigen."

Ducksch und Weiser erleben Top-Start

Im Fokus standen natürlich die beiden Neuzugänge. "Ich bin sehr glücklich, dass ich der Mannschaft erneut helfen konnte", erklärte Ducksch nach seinem dritten Treffer im zweiten Spiel für die Bremer. Im zweiten Abschnitt nahm der SVW jedoch ein bisschen zuviel Dampf raus, wie der Stürmer auch fand: "Die ersten 45 Minuten waren richtig gut, in der zweiten Hälfte haben wir dann ein bisschen nachgelassen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir das Spiel über 90 Minuten durchziehen." Auch Mitchell Weiser, der genauso wie Ducksch in seinem ersten Spiel für Grün-Weiß traf, sah das ähnlich – auch für sich persönlich: "Ich habe gemerkt, dass ich auch erstmal wieder reinkommen muss, ich war dann schon platt und bin noch nicht bei 100 Prozent."

Sicher waren sich alle Beteiligten, dass er für SVW noch weiter bergauf gehen kann. "Wir haben eine sehr junge Mannschaft und schauen von Spiel zu Spiel. Das heute war ein guter Anfang", versprach Weiser indirekt. Den Werder-Fans dürfte der Auftritt jedenfalls gefallen haben, denn nach zwei 3:0-Siegen gegen die Zweitliga-Aufsteiger ist die Stimmung nun gelöst – und das zum richtigen Zeitpunkt. Am kommenden Spieltag empfängt Bremen den Hamburger SV im Weserstadion. "Ich hab gehört das wird sehr wild. Ich denke, da kann man sich drauf freuen", fühlte sich Weiser in seiner neuen Rolle bereits pudelwohl.