Thioune startet für Fortuna: "Ich hab schon jetzt eine Idee"

Daniel Thioune ist zurück in der 2. Bundesliga, um Fortuna Düsseldorf vor dem Absturz in die 3. Liga zu bewahren. Eine Idee, wie ihm das gelingen kann, hat der Fußballlehrer bereits parat - und zeigte sich im Rahmen seiner Vorstellung bei den Rheinländern als empathischer Motivator. Doch das alleine wird nicht reichen, war sich der 47-Jährige sicher.

"Draht zu meinen Spielern aufbauen"

Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) wird Daniel Thioune wieder an der Seitenlinie stehen. Zuletzt war das beim Hamburger SV der Fall, nun folgt mit Fortuna Düsseldorf ein weiterer Großstadtklub mit großen Ambitionen. Doch die Aufgaben sind ungleich verändert, denn im Rheinland wird Thioune mit der Mission Klassenerhalt vertraut gemacht. "Ich hab schon jetzt eine Idee, wie es am Wochenende funktionieren kann. Aber zunächst werde ich jetzt auch viel zuhören und mit meiner Mannschaft in den Austausch gehen", gab sich der 47-Jährige bei seiner Vorstellung zuversichtlich.

Die Herausforderung in Düsseldorf ist nach vier Niederlagen in Folge und 382 Minuten ohne eigenen Treffer groß - jetzt gilt es, das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Darin sieht sich Thioune als richtige Wahl. "Ich brauche ein paar Jungs auf dem Platz, die den Helm aufsetzen und durch den Sturm vorweg gehen. Da darf sich jeder einbringen und ist herzlich dazu eingeladen", gab der neue Übungsleiter vor. "Es geht um Menschen. Ich schreibe mir auf die Fahne, dass ich einen Draht zu meinen Spielern aufbauen kann. Wir wollen aktiv sein und es kommt darauf an, dass jemand Bock hat für den anderen da zu sein."

System noch offen, Ziel klar

Über Einsatzwille und Motivation will Thioune mit seiner Mannschaft wieder angreifen. Doch das alleine wird nicht ausreichen, dessen war sich der 47-Jährige bewusst. "Ich hab als Trainer nichts zu verschenken. Spielzeit muss man sich verdienen. Egal ob Routinier oder Jugendspieler. Die sportliche Kompetenz und die Fähigkeiten stehen über allem", forderte er auch den nötigen sportlichen Ehrgeiz von seinem Team. Denn angesichts der Tatsache, dass sich die Fortuna in den letzten 13 Saisonspielen gegen den Abstieg stemmen musst, macht klar: "Für Tradition und einen Namen kann man sich in der 2. Liga nichts kaufen."

In welchem System und welcher Grundordnung er die neue Aufgabe angehen wird, ließ Thioune zunächst offen. "Ich werde auch sehen, wie fühlt sich die Mannschaft am wohlsten. Von daher werde ich mich da jetzt nicht festlegen", kündigte er stattdessen an. Dass der erste Gegner beim Debüt dann direkt Schalke heißt, spielte für Thioune keine Rolle. "Die Situation ist wie sie ist und das nehmen wir an. Dann ist es auch egal, gegen wen das nächste Spiel ist. Wir freuen uns auf Schalke in unserer Arena", versprach der neue Fortuna-Coach. Denn für ihn steht fest: "Mich treibt diese Aufgabe an und ich blicke nur in eine Richtung. Ich möchte hier auch weiter etwas aufbauen und nächstes Jahr in der 2. Bundesliga in Düsseldorf an der Linie stehen."

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