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"Tolles Spiel gezeigt, aber 0:3 verloren": Bielefeld hadert mit eigenen Fehlern

Arminia Bielefeld musste sich dem Hamburger SV zum Abschluss des dritten Spieltags der zweiten Bundesliga mit 0:3 geschlagen geben. Die Bielefelder agierten bei ihrer ersten Saisonniederlage zu fehlerhaft. Für Trainer Jeff Saibene war es "ein extrem bitterer Abend" im Hamburger Volksparkstadion.

Bielefeld schlägt sich selbst

"Wir haben zwar ein tolles Spiel gezeigt, aber 0:3 verloren." So zitierte der "Kicker" Bielefelds Innenverteidiger Julian Börner nach Spielende. Was zunächst nicht wirklich zusammenpassen will, macht bei einem genaueren Blick auf den Spielverlauf durchaus Sinn. Dies sah auch Trainer Saibene: "Das Resultat sieht am Ende klar aus, spiegelt aber nicht ganz den Spielverlauf wieder."

Tatsächlich spielte Bielefeld durchaus gefällig, machte jedoch von Beginn an haarsträubende Fehler in der Defensivarbeit. So etwa beim frühen 0:1 durch Holtby, bei dem Arminia-Torhüter Stefan Ortega einen eigentlich harmlosen Eckball aus den Händen gleiten ließ (9.). Daraufhin fing sich Bielefeld zwar, schaffte es allerdings nicht, den Ball im Tor von Hamburgs Schlussmann Pollersbeck unterzubringen. Allen voran Angreifer Andreas Voglsammer: Dieser hatte freistehend vor Pollersbeck die Chance auf den Ausgleich, scheiterte jedoch mit einem Heber. Diskussionswürdig: Der Hamburger Torhüter nutzte am äußersten Rand des Sechzehners die Hände. "Aus meiner Sicht ist er außerhalb des Strafraums", so Voglsammer, der jedoch auch Selbstkritik übt: "Aber ich hätte ihn einfach rein machen müssen und dann würden wir jetzt nicht darüber diskutieren." So blieb es zunächst beim 0:1 – bis Hamburg den nächsten Fehler der Bielefelder nutzte. Börner kam gegen Lasogga nicht in den Zweikampf, der Stürmer vollendete zum 2:0 aus Sicht der Hansestädter (76.). Nur kurze Zeit später der letzte Aussetzer der Bielefelder Hintermannschaft für diesen Abend: Börner foulte Lasogga im Strafraum, dieser ließ sich die Ausführung des Elfmeters nicht nehmen – 0:3 in der 88. Spielminute.

Saibene bedient: "Ein extrem bitterer Abend"

"Wir sind gut ins Spiel gekommen und bekommen dann das 0:1", analysierte Bielefeld-Trainer Saibene den Knackpunkt der Montags-Partie. "Dann", so der Übungsleiter weiter, "rennen wir lange hinterher und schaffen es trotz einigen guten Chancen nicht, den Ausgleich zu machen." Stattdessen weitere Fehler in der Defensive, die eine letztlich klare Niederlage zur Folge haben.

Saibenes unglücklich agierender Innenverteidiger Julian Börner versuchte hingegen auch das Positive mitzunehmen: "Wir haben gesehen, dass wir auch über 90 Minuten mithalten können. Hamburg erzielt aber die Tore und wir nicht, deshalb stehen wir am Ende mit leeren Händen da."