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Trainer Meyer will "Standort Aue" weiterentwickeln

Die Trainer-Rochade beim FC Erzgebirge Aue begann mit Domenico Tedesco und endet mit Daniel Meyer: Seit 2017 ist der 39-Jährige der vierte Coach beim FCE. Der gebürtig aus Halle an der Saale stammende Meyer will den "Standort Aue" nun in seiner Amtszeit weiterentwickeln.

Gespräche zwischen Trainer und Verantwortlichen

Domenico Tedesco blieb 114 Tage, Thomas Letsch nur 44 Tage und auch Hannes Drews verabschiedete sich nach 296 Tagen aus persönlichen Gründen aus dem Amt des Cheftrainers beim FC Erzgebirge Aue. Mit Daniel Meyer wechselte zu Saisonbeginn bereits der vierte Trainer innerhalb von anderthalb Jahren zum FCE und konnte die Mannschaft mit 32 Punkten aus 25 Spielen in ruhige Fahrwasser lenken. Wie der "neue" Mann an der Seitenlinie nun der "Bild"-Zeitung mitteilte, will er den Standort Aue nicht bloß verwalten.

"Ich möchte, dass der Verein den nächsten Schritt macht und sich strukturell weiter nach vorn entwickelt", erklärt der 39-Jährige, der noch bis Sommer 2020 an die Auer gebunden ist. In der kommenden Woche soll es zwischen Trainer und Verantwortlichen des FCE zu Gesprächen kommen, wie die Ausrichtung des Vereins in Zukunft ausgelegt wird. Droht Erzgebirge Aue damit der nächste Trainerabgang, wenn es zu keiner Übereinkunft kommt?

Keine Ausstiegsklausel in Meyers Vertrag

"Ich fühle mich in Aue sehr wohl", betonte der aktuelle Cheftrainer und beruhigte: "Ich bin dem Verein sehr dankbar, dass er mir im Sommer 2018 die Chance ermöglicht hat, im Profifußball als Cheftrainer zu arbeiten." Er sei aber "kein Typ" für die Verwaltung, sondern jemand, der weiterentwickeln möchte. "Es geht mir darum, für den Standort Aue mit seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten in allen Bereichen die besten Lösungen zu finden", erklärte der Trainer, der über den Ist-Zustand seiner Mannschaft hinausdenkt.

Meyer, der vor seinem Engagement in Aue die U19 des 1. FC Köln trainierte, machte es an einem Beispiel fest: "Wir haben hier zum Beispiel nur einen Platzwart, der alle Plätze bewirtschaften muss. Auch da könnten wir mehr Unterstützung gebrauchen." Weitere Verbesserungen im Umfeld und die Aufstockung seines Trainerteams seien ebenfalls Punkte. Dass Aue sich in dieser Phase der Saison darüber Gedanken machen kann, liegt auch an der Vorarbeit des Coaches – Aues Klassenerhalt scheint nur noch Formsache nach 25 Spielen. Eine Ausstiegsklausel beinhalte sein Vertrag derweil nicht, sodass ein Interesse an Meyers guter Arbeit seitens anderer Vereine erst einmal nicht von Bedeutung seien.