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Trainereffekt bleibt aus: VfL verliert auch mit Fulland

© IMAGO / foto2press

Die Misere des VfL Osnabrück hält an! Auch Interimstrainer Florian Fulland konnte die Niederlagen-Serie nicht stoppen, sodass die Lila-Weißen im eigenen Stadion eine 1:2-Pleite gegen Heidenheim einstecken musste. Erst kurz vor Schluss konnte Osnabrück den Anschlusstreffer erzielen, was aber zumindest für die positiven Ansätze sprach, die der neue Coach an der Seitenlinie beobachtete.

"Chancen waren da"

Sieben Niederlagen in Folge kosteten Marco Grote den Job an der Osnabrücker Seitenlinie, doch Interimstrainer Florian Fulland konnte den freien Fall bei seinem ersten Auftritt ebenfalls nicht aufhalten. "Ich denke, dass es insgesamt ein verdienter Sieg für Heidenheim war", erkannte der 36-Jährige in der Pressekonferenz nach der Partie gegen die Brenzstädter anstandslos an, dass die Gäste "eine größere Wucht" im Spiel hatten und "entscheidende Zweikämpfe" gewann. Sowohl "vor ihrem und vor unserem Tor".

Zwei Kopfballtore kassierte der VfL aus kurzer Distanz, sowohl kurz vor als auch kurz nach der Pause. Die Entscheidung in der Partie war damit praktisch gefallen. "In so einer Situation", analysierte Fulland die Umstände in Osnabrück, "hätte es gut getan, wenn wir in Führung gehen." Stattdessen reihte sich die achte Pleite in Folge aneinander, der Vorsprung der Lila-Weißen auf den Abstiegs-Relegationsrang schmolz auf zwei Punkte. "Chancen waren da", ärgerte sich Fulland über die vergebenen Möglichkeiten, hielt aber auch fest, dass es auf der Gegenseite nicht anders war. Trotzdem wäre ein Führungstreffer wohl erleichternd gewesen: "Das hätte bei einigen den Rucksack abgeschmissen."

Keller-Krimi steht bevor

Gegen Heidenheim trat Osnabrück mit einer Dreierkette an, was für den VfL keine Entscheidung bezüglich des Gegners darstellen sollte. "Wir haben uns überwiegend darum gekümmert, wie wir unser Spiel aufbauen wollen. Deswegen war es eine grundsätzliche Entscheidung", äußerte sich Fulland zur Systemwahl, in der sich die Osnabrücker zumindest nicht unwohl fühlten. Dem Interimscoach fehlte viel mehr die Überzeugung: "Überwiegend war es so, dass wir nicht mutig genug im eigenen Ballbesitz und nicht entschlossen genug im gegnerischen Ballbesitz waren."

Dennoch zeigte Osnabrück leichte Ansätze einer Verbesserung. Auch moralisch gaben sich die Lila-Weißen nicht auf, erzielten durch Christian Santos schließlich noch den Anschlusstreffer in der 88. Spielminute. Für Fulland sind es die Punkte an denen er ansetzen will. "Es gilt, jetzt nicht den Kopf hängen zu lassen. Heute ärgern wir uns, morgen greifen wir wieder an", versprach Fulland und blickte bereits auf den nächsten Spieltag voraus. Dann steigt der Keller-Krimi mit dem SV Sandhausen am Sonntag im Hardtwald.