Magath-Spitze: "Ich hätte meinen Chef gesagt: Ich gehe lieber"

Nach 41 Tagen unter Marco Antwerpen übernimmt künftig Bernhard Trares das Ruder bei den Würzburger Kickers. Eingefädelt wurde der zweite dritte Trainerwechsel der laufenden Saison von Felix Magath, dessen Bemerkungen gegenüber dem Ex-Coach nach eigener Ansicht zu keinem Problem führen werden. Vor Trares liegt derweil eine "reizvolle Aufgabe".

"Wo ist das Problem?"

Michael Schiele, Marco Antwerpen und Bernhard Trares begeisterten in der Vorsaison als Drittliga-Trainer, zwei von ihnen sind bereits Würzburger Geschichte, nun schickt sich der dritte Übungsleiter an, das Ruder herumzureißen. "Würzburg ist eine total reizvolle Aufgabe, auch wenn wir tabellenmäßig nicht besonders dastehen. Es sind noch 27 Spiele zu spielen, es ist noch alles möglich", sagte der 55-Jährige bei Amtsantritt in der Pressekonferenz.

Der Draht nach Würzburg entstand durch Felix Magath, der als "Global Sports Director" von Investor "Flyerlarm" die Hand über den Dallenberg hält. Nach der 1:4-Niederlage am Freitag sagte der ehemalige Meistertrainer noch, dass Antwerpen als Coach in Ruhe weiterarbeiten könne. Diese Aussage wurde wohl nicht richtig verstanden, wie Magath jetzt in einem "Kicker"-Bericht ergänzte: "Der Trainer kann weiter in Ruhe arbeiten - nur halt woanders. Wo ist das Problem?"

Trares fährt ins Trainingslager

In seiner Chefrolle hat Felix Magath wohl besondere Erwartungen an seinen Übungsleiter: "Wenn ich viermal verloren und einmal Unentschieden gespielt hätte, hätte ich zu meinem Chef gesagt: Ich gehe lieber." Nun wurde Antwerpen gegangen. Mit nur einem Zähler sind die Profis vom Dallenberg bereits weit abgeschlagen am Tabellenende. Magath ist zuversichtlich: "Man hat nicht das Gefühl, dass wir in dieser Liga willkommen geheißen werden. Aber das ist der Preis, den wir als Aufsteiger zahlen müssen. Wir wussten jedoch, dass es keine leichte Aufgabe wird, in dieser Liga zu bestehen."

Drehen soll es nun Bernhard Trares, der selbst noch als Profi unter Magath auflief. 24 Spiele absolvierte der 55-Jährige als Aktiver, deutlich mehr wird er sich wohl als Trainer erhoffen. "Es gilt, mit der Mannschaft sehr hart zu arbeiten. Deswegen fahren wir mit der Mannschaft direkt in ein Trainingslager. Wir versuchen, dort alles aufzuarbeiten. Aber das hört nicht nach 14 Tagen auf, das ist ein Prozess für das ganze Jahr", stellte Trares seine Pläne während der Länderspielpause vor, wo er die Mannschaft kennenlernen will. Immerhin sein Draht zum Chef ist bereits gut: "Es ist super, dass Felix Magath uns in allen Bereichen unterstützt. Ich weiß, wie er denkt, wie er tickt. Wir passen gut zusammen."

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