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Trotz 0:3-Debakel gegen Ingolstadt: HSV hält an Wolf fest

0:3 gegen Ingolstadt, Platz 16 in der Rückrundentabelle und der fast sicher geglaubte direkte Wiederaufstieg in akuter Gefahr – beim Hamburger SV deutete nach der empfindlichen Heimpleite am Samstagnachmittag eigentlich schon alles auf die Entlassung von Cheftrainer Hannes Wolf hin. Doch am späten Nachmittag kamen die Verantwortlichen an der Elbe zu einem überraschenden Ergebnis: Wolf wird auch in Paderborn auf der Bank der Rothosen Platz nehmen.

Wolf auch im Endspiel gegen Paderborn auf der HSV-Bank

Wie mehrere deutsche Medien – darunter auch die Bild und der Kicker – unisono berichten, bleibt der junge Übungsleiter damit vorerst fest im Sattel. Im Anschluss an die deutliche 0:3-Schlappe im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt hatten sich die HSV-Verantwortlichen rund um Sportvorstand Ralf Becker, Vorsitz Bernd Hoffmann und Aufsichtsrat-Vorsitz Max-Arnold Köttgen zu einem dreistündigen Krisengespräch zusammengefunden, um über die Zukunft von Hannes Wolf zu entscheiden. Unmittelbar nach dem Abpfiff noch hatte Becker ein klares Bekenntnis zum Trainer vermieden.

Im Gegensatz zum 1. FC Köln, wo Cheftrainer Markus Anfang trotz deutlich besserer Ausgangslage und dem fast sicheren Aufstieg kurz vor Schluss noch den Hut nehmen musste, hält der HSV aber somit an seinem wankenden Trainer fest – und das, obwohl der fast sicher geglaubte Wiederaufstieg mittlerweile in akute Gefahr geraten ist. Sollte Union Berlin am morgigen Sonntag gegen Darmstadt einen Dreier einfahren und der HSV am 33. Spieltag eine ähnlich erschreckend schwache Leistung gegen den Tabellenzweiten aus Paderborn zeigen wie gegen Ingolstadt, muss man sich an der Elbe mit dem Verbleib in der Zweitklassigkeit begnügen. Ob bei Eintreten eines solchen Worst-Case-Szenarios Hannes Wolf auch noch Chefcoach der Hamburger bliebe, darf zumindest stark angezweifelt werden.