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Trotz Abstieg: Mitgliederzahlen beim HSV steigen enorm

Viele Fans scheinen dem Hamburger SV den Abstieg schon jetzt verziehen zu haben: Seit Samstagabend schießen die Mitgliederzahlen in die Höhe, 3000 Anträge sind nach Informationen der "Bild" bereits eingegangen.

"Ein überragendes Zeichen"

Es klingt paradox: Ein traditionsreicher Fußballverein steigt ab und tausende Anhänger entschließen sich umgehend einen Mitgliedsantrag einzureichen. Genau dieses Szenario ist jedoch momentan beim Hamburger Sportverein zu beobachten. Auch Austritte hat der Verein, der seit 55 Jahren in der ersten Bundesliga spielte, kaum zu verzeichnen. HSV-Präsident Bernd Hoffmann zeigt sich entsprechend euphorisch: "Das ist für mich ein überragendes Zeichen der HSV-Fans. Bereits im Volksparkstadion hat man deutlich gemerkt, dass die überwältigende Mehrheit der Zuschauer zur Mannschaft und dem Verein steht.“

Bei genauerem Hinsehen ist der Trend tatsächlich nachvollziehbar. Unter dem neuen Trainer Christian Titz zeigte der HSV einen attraktiven Spielstil, verkürzte den Abstand auf das rettende Ufer auf zwei Punkte und durfte vom Klassenerhalt träumen. Obwohl dieser Traum nicht in Erfüllung ging, würdigte ein Großteil der Zuschauer die zuletzt gezeigten Leistungen bereits nach dem Spiel gegen Gladbach mit viel Applaus. Abstiegsdepression sieht sicherlich anders aus. Manch einer scheint fast erleichtert und freut sich auf den Neuanfang.