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Trotz Anklage: Hamburger SV kann Jatta weiter aufstellen

© IMAGO / Joachim Sielski

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat Anklage gegen Fußball-Profi Bakery Jatta erhoben. Der HSV-Flügelspieler kann aber weiterhin am Spiel- und Trainingsbetrieb seines Teams teilnehmen. Konsequenzen drohen nur einem Fall der Verurteilung – allerdings nicht rückwirkend, denn Jattas Spielerlaubnis behält bis dahin ihre Gültigkeit.

Kein nachträglicher Punktabzug

Aufgrund von Identitätszweifeln soll der 23-Jährige vor einen Jugendrichter gestellt werden. Die entsprechende Anklage gegen Bakery Jatta, der in Wirklichkeit Bakary Daffeh sein soll, wurde von der Staatsanwaltschaft Hamburg am Montag gestellt. Doch für den Fußball-Profi ändert sich arbeitstechnisch erst einmal nichts. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, darf Jatta seiner Tätigkeit im Trainings- und Spielbetrieb des Hamburger SV fortführen. Genauso ist ein Einsatz gegen den F.C. Hansa Rostock (Sonntag, 13:30 Uhr) möglich.

Ein Risiko geht der HSV bei einem Einsatz des Flügelspielers nicht ein. Jattas Spielerlaubnis gilt, solange er nicht rechtskräftig verurteilt werden sollte – erst dann, nämlich mit Ungültigkeit der Aufenthaltserlaubnis, würde die Spielerlaubnis des Flügelspielers entzogen werden. Danach dürften die Hamburger ihn nicht mehr in einem Pflichtspiel einsetzen. Auch ein nachträglicher Punktabzug wäre also nicht möglich.

Einspruch gegen Anklage-Erhebung

Unklar ist jedoch, ob die Klage vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Hamburg-Altona überhaupt zugelassen wird. Anwalt Thomas Bliwier, der Jatta vertritt, kündigte bereits an, dass er Einspruch gegen die Anklage-Erhebnung erheben wolle. Somit ist die Zukunft des Spielers weiterhin offen, beeinträchtigt die Leistung des 23-Jährigen aber wohl nicht. Schon vor der Partie gegen Hannover (0:1) wurde Jatta nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" über den drohenden Prozess aufgeklärt worden. Trotzdem zählte er zu den auffälligsten HSV-Spielern auf dem Rasen.