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Schmeichelhafter BTSV-Sieg: Meyer will sich "nicht blenden lassen"

imago images / Jan Huebner

Spiel gewonnen, Stimmung dahin: Eintracht Braunschweig entschied den Test gegen Dynamo Dresden am Freitag zwar mit 1:0 für sich, neben dem Ergebnis stimmte beim BTSV-Auftritt allerdings wenig. Cheftrainer Daniel Meyer fand nach Spielende klare Worte.

Auch der Sieg besänftigt Meyer nicht

Manchmal ist Fußball eben doch mehr als nur ein Ergebnissport. Eintracht Braunschweig siegte im Test gegen Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden mit 1:0, lieferte dabei jedoch eine Leistung ab, die BTSV-Trainer Daniel Meyer Sorgenfalten auf die Stirn trieb. "Ich fand das Spiel heute über 90 Minuten vogelwild, es war kaum Struktur zu erkennen", ärgerte sich der 40-Jährige auf der Vereinswebsite.

Tatsächlich präsentierte sich Drittligist Dynamo von Beginn an tonangebend. Die Eintracht war in der Defensive gebunden, offenbarte allerdings auch dort Schwächen. Zur Pause stand ein hochgradig schmeichelhaftes 0:0-Unentschieden. "Da wir Probleme hatten, wollten wir das Spiel umstellen und es mit einfacheren Mitteln versuchen. Wir haben das in der Halbzeit angesprochen, es jedoch auch danach nicht umgesetzt." Dresden blieb das bessere Team, verpasste den Torerfolg aber auch nach Wiederanpfiff. Stattdessen kam Nico Klaß nach einer Ecke zu seinem Premierentreffer für die Eintracht (58.).

"Wir dürfen uns nicht blenden lassen"

Zufriedenheit war im Löwen-Lager nach Abpfiff entsprechend rar. Meyer spielte sogleich auf den Testspielsieg gegen Bundesligist Wolfsburg an: "Wir dürfen uns von den guten Aspekten aus dem Wolfsburg-Spiel nicht blenden lassen." Zwar erkannte der Übungsleiter den Zeitpunkt des Rückschlags als durchaus günstig – seine Enttäuschung konnte er trotzdem nicht ansatzweise verbergen: "Am Ende des Trainingslagers und nach dreieinhalb Stunden Fahrt, ist eine schwächere Leistung grundsätzlich auch zu akzeptieren. Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass wir keinen Lerneffekt über die Spieldauer zeigen."

Auch einer, der noch am ehesten Grund zur Freude hatte, zeigte sich nach Spielende selbstkritisch. Für Nico Klaß stand außer Frage, "dass wir noch an vielen Dingen arbeiten müssen. Ich freue mich natürlich über das Tor, aber die Dresdner haben uns auch sehr überrascht und vorne zugestellt. Wir haben heute keinen guten Tag gehabt."