Trotz zwölf Ausfälle: Fortuna holt "das absolute Maximum" raus

Im Duell der bisher Enttäuschten konnte Fortuna Düsseldorf einen wichtigen 1:0-Sieg gegen den Trend erzielen. Ein Treffer von Marcel Sobottka in ungewohnte Position brachte den Erfolg gegen Heidenheim, der die Rheinländer aufatmen lässt. Auch Sportvorstand Uwe Klein.

"Haben noch Steigerungspotential"

Marcel Sobottka lief zum ersten Mal in seiner Karriere als Linksverteidiger auf - und in der neuen Rolle bescherte er seiner Fortuna den 1:0-Sieg gegen Heidenheim mit seinem ersten Saisontor. Kapitän Adam Bodzek lobte den Mann, der eigentlich im defensiven Mittelfeld agierte: "Er kommt hinten links rein, macht die Seite zu, und erzielt als Krönung auch noch ein Tor." Ein wichtiges, denn nach dem Abrutschen in den Tabellenkeller konnten sich die Düsseldorfer nun etwas Luft verschaffen.

"Ich bin sehr erleichtert. Der Sieg tut uns natürlich gut – auch beim Blick auf die Tabelle", beschrieb Bodzek die Situation, in der sich die Landeshauptstädter befinden. In der ersten Hälfte, die "vielleicht unsere stärkste der bisherigen Saison war", ebneten die Düsseldorfer ihren Weg zum zweiten Dreier. Es war nicht alles perfekt, aber es reichte für den Sieg: "Wir können auf diesem Spiel aufbauen, aber wir wissen auch: Wir haben noch Steigerungspotential."

Rösler lobt den Willen

Das erleichtert auch Sportvorstand Uwe Klein, dem der Druck auf den Schultern von Trainer und Team bewusst war. "Ich habe mehrfach gesagt, dass wir nach so einem großen Umbruch und nach vielen Ausfällen in den letzten Wochen Geduld mit unserer Mannschaft haben müssen", verteidigte der Funktionär die Vorgehensweise der Düsseldorfer in den vergangenen Wochen. Nun erntete Fortuna die Früchte dafür: "Umso mehr freut es mich für die Jungs, dass sie heute gewonnen haben. Wir haben heute die Tugenden auf den Platz gebracht."

Mit sieben Punkten aus sechs Spielen liegen die Düsseldorfer zwar noch immer unter den Erwartungen, doch Cheftrainer Uwe Rösler zeigte sich auch froh, dass sich sein Team den Umständen wiedersetzen konnte: "Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel Pech gehabt und wir hatten zwölf Ausfälle für dieses Spiel – uns haben daher nur wenige Experten heute etwas zugetraut." Der Sieg gegen Heidenheim interpretierte der Fußballlehrer daher als Willensleistung. Für die nächsten Spiele sah er sich gewappnet: "Unsere Mannschaft hat in unserer aktuellen Situation das absolute Maximum aus sich herausgeholt. Wir haben mit Moral, Willen, Zweikampfstärke und Robustheit."

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