Über 30.000 Gästefans: SGD-Anhänger auf dem Weg nach Berlin

Das DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC kommt für die SG Dynamo Dresden gerade recht, um dem grauen Liga-Alltag zu entgehen. Denn nach vier Niederlagen am Stück in der 2. Bundesliga werden über 30.000 Fans ihre Mannschaft im Berliner Olympiastadion anfeuern. Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz hält dagegen.

"Begeisterungsfähigkeit macht uns sprachlos"

19.200 Gästekarten hatte Dynamo Dresden offiziell zur Verfügung gestellt bekommen, darunter bereits eine Aufstockung der ursprünglichen Anzahl. Weil das Interesse am Pokal-Hit im Berliner Olympiastadion allerdings einem Fass ohne Boden glich, wurde von Hertha außerdem eine Blockempfehlung außerhalb des eigentlichen Gästebereichs ausgesprochen - inzwischen sollen mehr als 30.000 Fans auf dem Weg zum heutigen Zweitrundenspiel zwischen Berlin und Dresden sein.

"Die Begeisterungsfähigkeit der Dynamo-Fans macht uns sprachlos", freute sich SGD-Geschäftsführer Michael Born über der enorme Interesse des Dresdener Publikums. Auf deren Wohlwollen die Mannschaft auch angewiesen sein wird. Denn nach vier Pleiten in Folge steht das Team von Trainer Cristian Fiel am Abgrund der 2. Bundesliga. Als Tabellenvorletzter steigen die Dresdener beim Bundesligisten in den Ring, die Wende muss aus Vereinssicht lieber früher als später herbeigeführt werden.

372 Minuten ohne Tor

Laut einem Bericht von "Sky" könnten es sogar bis zu 33.000 Zuschauern aus Dresden werden. Das hieße gleichzeitig, das beinahe die Hälfte aller Zuschauer im Olympiastadion von der Gästemannschaft gestellt würde, die selbst nur ein Stadion mit einer Kapazität von 32.066 Zuschauern haben - mehr geht nicht, so Born: "Schon jetzt steht fest, dass diesen besonderen Tag wohl keiner mehr in seinem Leben vergessen wird, der am 30. Oktober im Olympiastadion dabei sein wird."

Hertha-Sportgeschäftsführer Michael Preetz macht sich derweil keine Sorge, dass sich das Heimspiel seiner Berliner im eigenen Stadion zum Auswärtsspiel entwickelt. "Ich bin mir sicher, dass - egal wie viele Gelb-Schwarze kommen - die Blau-Weißen lauter sein werden", versichert der 52-Jährige. Nach 372 torlosen Minuten wären die Dresdener allerdings durchaus wieder bereit, einen Torjubel herauszulassen - das wäre wohl kaum überhörbar.

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