Über 64.000 Strafe für den HSV - auch Arminia muss zahlen
Die Geldstrafen für die Zweitligisten gehen weiter: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Hamburger SV und Arminia Bielefeld zu Geldstrafen verurteilt. Das gab der Verband am Mittwoch bekannt. Der HSV muss 64.200 Euro zahlen, kann aber ein Drittel für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die Arminia muss 1.000 Euro Strafe überweisen.
HSV für Relegation belangt
Grund für die Strafzahlung des HSV war das Verhalten seiner Anhänger beim Relegationshinspiel gegen Erstligist Hertha BSC am am 19. Mai. Laut DFB haben Hamburger Zuschauer 107 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Deshalb wurde im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss eine Geldstrafe in Höhe von 64.200 Euro festgelegt. "Davon kann der Verein bis zu 21.400 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2022 nachzuweisen wäre", heißt es in der Mitteilung.
Bei Bielefeld handelte es sich um Vorkommnisse in der 69. Minute des Erstligaspiels gegen Borussia Mönchengladbach am 5. Februar 2022. Bielefelder Zuschauer bewarfen die sich aufwärmenden Auswechselspieler der Gästemannschaft "mit gefüllten Bierbechern. Zwei Täter konnte Arminia Bielefeld ermitteln, was sich strafmildernd auswirkte. Sonst hätte der DFB-Kontrollausschuss beim Sportgericht eine Geldstrafe von mindestens 4000 Euro beantragt", so der DFB. Während es beim HSV nicht der Fall war, hat der DSC dem Urteil zugestimmt. Es ist somit rechtskräftig.
Über 180.000 Euro Strafe allein im Juli
Allein im Juli hat der DFB bisher rund 180.000 Euro an Strafe für die Zweitligisten ausgesprochen. Auch Hannover 96 und der 1. FC Kaiserslautern wurden zu einer hohen fünfstelligen Strafzahlung verurteilt - die Pfälzer wurden in diesem Monat bereits zwei Mal zur Kasse gebeten. Auch Eintracht Braunschweig, Fortuna Düsseldorf, der Karlsruher SC, FC St. Pauli und SC Paderborn müssen das Fehlverhalten der Fans finanziell ausbügeln.