"Verteidigen wir einfach schlecht": HSV verpasst Sieg im Topspiel

Es war die große Chance für den Hamburger SV, bis auf einen Punkt an Tabellenführer SV Darmstadt 98 heranzurücken. Doch am Samstagabend kam der Verfolger nur zu einem 1:1 bei den Hessen, kassierte dabei spät den Ausgleichstreffer. Dementsprechend enttäuscht waren die Beteiligten.

Nach der Führung "den Faden verloren"

Besser hätten die Gäste nicht in die Partie starten können. Denn schon nach fünf Minuten erzielte Ransford-Yeboah Königsdörffer die Führung. "Wir sind gut ins Spiel gekommen und früh in Führung gegangen. Der Pass von Mo Heyer war großartig, ich musste am Ende nur den Fuß hinhalten", sagte der Torschütze. Keeper Daniel Heuer Fernandes monierte im Anschluss jedoch "zu viele Ballverluste", die dazu führten, dass die Mannschaft "nicht in unsere Abläufe gekommen" sei.

Auch Coach Tim Walter stimmte der Sicht seiner Spieler zu. Diese hätten mit der Führung im Rücken "den Faden verloren" und sich "von der Atmosphäre und der kampfbetonten Spielweise der Darmstädter anstecken lassen. Auch unsere Konter haben wir zu unsauber ausgespielt, das hat dem Gegner in die Karten gespielt". So kamen die Lilien zu einigen gefährlichen Szenen, die sie aber nicht auszusetzen konnten.

"Das ist sehr bitter"

"In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel besser in den Griff bekommen, die Umschaltbewegungen aber nicht verwertet und beim 1:1 verteidigen wir einfach schlecht. Das ist sehr bitter, auch wenn das Remis unter dem Strich leistungsgerecht ist", meinte Walter. Was ihn so störte: Filip Stojilkovic bekam weit entfernt vom HSV-Tor den Ball, startete aber einen starken Sololauf, konnte nicht gestoppt werden und legte den Ball abschließend ins lange Eck zum Ausgleich (81.).

"Wenn man so lange 1:0 führt, dann darf man am Ende einfach kein Konter-Gegentor zum Ausgleich kassieren, zumal wir in der zweiten Halbzeit im Prinzip wenig zugelassen haben. Der Druck von Darmstadt ist gefühlt immer weiter abgeflacht, sie hatten kaum herausgespielte Chancen. Insgesamt hätten wir aber einfach ruhiger agieren und unsere eigenen Umschaltaktionen besser ausspielen können. Wir ärgern uns über das Ergebnis", war auch Jonas Meffert bedient, dass es nicht zum Sieg gereicht hatte.

Somit verpassten die Rothosen wie schon vor zwei Wochen in Heidenheim einen Erfolg im Topspiel, bleiben vier Zähler hinter dem SVD. Gewinnt Heidenheim haben die Hamburger noch nicht zwei Punkte Vorsprung auf Rang drei. Weiter geht’s am Samstag mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Fehlen wird dann Moritz Heyer, der die fünfte gelbe Karte sah.

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