Verwirrung um Training beim HSV und FC St. Pauli
Bei den Hamburger Zweitligisten werden die derzeitigen Regelungen zum Trainingsbetrieb während der Corona-Krise unterschiedlich ausgelegt. Die Profis des Hamburger SV arbeiten auch gemäß der Richtlinien der Deutschen Fußball Liga (DFL) individuell in häuslicher Umgebung, beim FC St. Pauli hingegen trainieren auf den beiden Übungsgeländen des Klubs die Spieler laut Verein nach Rücksprache mit den lokalen Behörden und ebenfalls mit Zustimmung der DFL in Gruppen von fünf bis sechs Personen in drei Zeitfenstern.
HSV-Bemühungen um Sondererlaubnis erfolglos
Für den HSV ist die Situation ein Ärgernis. Denn eigene Bemühungen um eine schriftliche Genehmigung für ähnliche Trainingseinheiten blieben bislang ohne Erfolg.
Doch St. Pauli, das sich bei seiner Praxis auch an Bundesligist VfL Wolfsburg orientiert, muss in Kürze ebenfalls ein Veto der Ämter fürchten. Denn ein Sprecher der Stadt wies in der Bild-Zeitung darauf hin, dass die vom Kiezklub angemeldete "Ausweitung des Individualtrainings so von der Allgemeinverfügung nicht gedeckt ist“. Derzeit liefen Gespräche um eine Klärung.
Aus St. Paulis Sicht allerdings ist auch über die Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln hinaus alles rechtens. Der Verein sieht das Trainingsgelände als "Betriebsstätte“ an, wo auch in der Wirtschaft trotz der momentanen Situation Arbeitnehmer ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen dürfen.
Die DFL hatte in der vergangenen Woche eine allgemeine Empfehlung zur Aussetzung des Trainingsbetriebes bis zum 5. April ausgegeben. Damit sollen Wettbewerbsvorteile für Mannschaften aufgrund der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern verhindert werden.