VfB holt Punkt im Spitzenspiel: "Unentschieden ist kein Beinbruch"

1:1-Unentschieden im Spitzenspiel! Der VfB Stuttgart kann mit dem Punktgewinn den zweiten Tabellenplatz verteidigen, gleichzeitig ließen die Schwaben ihren Gegner aus Bielefeld nicht als Spitzenreiter davonziehen. Ein kleines Ärgernis stellte der Ausgleichstreffer gleich in mehreren Hinsichten dar.

"Kann man auch Foul geben"

Auch mit 34 Jahren ist Mario Gomez beim VfB Stuttgart noch der Mann für die wichtigen Tore und so netzte der erfahrene Stürmer in der 53. Spielminute zum Führungstreffer für die Schwaben ein - gegen den Tabellenführer. Cheftrainer Pellegrino Matarazzo konnte zufrieden sein. "Wir haben eine sehr kontrollierte, taktisch geprägte erste Halbzeit gesehen, in der keine Mannschaft Fehler machen wollte", erklärte der US-Amerikaner im Nachgang der Partie und verwies darauf: "Wir sind dann besser aus der Halbzeitpause herausgekommen und erzielen das in dieser Phase verdiente 1:0."

Anschließend hätte Bielefeld den Druck erhöht und kam zum Ausgleich. "Bei der Szene zum 1:1 kann man wegen des Ellbogeneinsatzes gegen Pascal Stenzel auch Foul geben", ärgerte sich Matarazzo ein klein wenig. Da aber weder Schiedsrichter, noch Videoassistent eingriffen, war die Szene weniger ausschlaggebend für das Endergebnis. Matarazzo gestand ein: "Dafür hatten die Bielefelder aber kurz davor auch zwei Kopfballchancen durch Fabian Klos."

Spieler fordern sich selbst

Mit dem Punktgewinn konnte der VfB immerhin den zweiten Tabellenplatz gegenüber dem Hamburger SV verteidigen. "Wir haben uns mehr vorgenommen. Bis zum 1:0 haben wir es gut gemacht", ärgerte sich Abwehrspieler Gonzalo Castro trotzdem, denn das Aufstiegsrennen im Saisonfinale droht ein spannendes zu werden. Dahingehend wäre ein dreifacher Punktsieg gegen den Tabellenführer wohl sogenannte "Big Points" gewesen.

Torwart Gregor Kobel musste dennoch hinter sich greifen. "Wir haben das Momentum nach der Führung nicht mitgenommen. Da müssen wir künftig unser Spiel von Anfang bis zum Ende durchziehen", forderte der Schweizer in den nächsten Partien von seiner Mannschaft. Und Pascal Stenzel? Der ließ sich von der Schiedsrichterentscheidung gegen sich ebenso wenig aus der Bahn werfen: "Wir müssen diesen einen Punkt mitnehmen und weitermachen. Dieses Unentschieden ist kein Beinbruch."

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