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VfL Bochum: Reis sortiert aus, wer "jetzt nicht mitzieht"

© IMAGO / foto2press

Acht Siege in elf Liga-Spielen konnte VfL-Cheftrainer Thomas Reis mit seiner Mannschaft in diesem Kalenderjahr verbuchen, doch vor dem Saison-Endspurt zog der Coach noch einmal die Zügel an. Zuckerbrot und Peitsche für disziplinlose Profis? Eine Methode, die beispielsweise bei Robert Zulj funktionierte.

Phänomenale Wirkung bei Zulj

"Sollte jemand jetzt aber nicht mitziehen, ist er draußen. Auf Namen nehme ich dabei überhaupt keine Rücksicht!", machte VfL-Cheftrainer gegenüber der "Bild"-Zeitung klar, wohin der Hase in den nächsten Wochen laufen wird. In der Vergangenheit hatte das bereits Top-Scorer Robert Zulj erfahren, der mit 22 Scorerpunkten aus dem Bochumer Mittelfeld nicht wegzudenken ist. Zu Saisonbeginn schickte ihn Reis zunächst auf die Bank, dann aber sogar auf die Tribüne. Zulj kam gestärkt aus dem Tief hervor, sodass der Coach nun auch im Rennen um den Aufstieg die entsprechende Mentalität von seiner Mannschaft fordert: "Wir haben uns eine tolle Ausgangsposition geschaffen. Wollen die Position, die wir jetzt haben, nicht mehr hergeben."

Reis gibt Ganvoula nicht auf

Neben Zulj hat das vor allem Silvere Ganvoula erfahren. Der Top-Stürmer des Vorjahres (13 Tore in 28 Spielen) fristet ein Reservisten-Dasein. Selbst beim Ausfall von Simon Zoller verzichtete Reis auf den Stürmer. Die harte Argumentation: "Ich hab' ja gesehen, wie er trainiert hat!" Dennoch will Reis das Gespräch zum Angreifer suchen, der vor der Saison unter anderem in Gladbach im Gespräch gewesen sein soll. Denn eines ist bei Reis' Methodik auch Fakt: Einen Spieler aufgeben will der Cheftrainer nie, denn am Ende entscheidet das Gesamtgefüge.