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VfL kann vorlegen und patzt: "Niederlage heute tut weh"

© IMAGO / Eibner

Im Kampf um die Tabellenspitze msuste der VfL Bochum am Freitagabend vorlegen – und patzte in Aue. Im Erzgebirge ließ sich der Tabellenzweite das Spiel der Hausherren aufdrängen und kam nicht zu Entfaltung, wie es sich die Spieler nach der Partie selbst ankreideten. Nun dürfe man das Ergebnis nicht zu negativ sehen, wie der Kapitän der Bochumer nach Abpfiff betonte.

"Es ist, wie es ist"

In Aue hatte Bochum statistisch gesehen die bessere Pass- und Zweikampfquote, sowie den größeren Ballbesitz. Auf der Anzeigentafel stand nach 90 Spielminuten dennoch kein Treffer, dafür aber auf Seiten der Hausherren im Erzgebirge. Ein Ärgernis für den Tabellenzweiten der Liga, der sich in der ersten Halbzeit noch gut im Spiel wähnte. So beschrieb es VfL-Cheftrainer Thomas Reis: "Man hatte das Gefühl, dass man hier auch gut und gerne mit 2:0 in Führung liegen kann." Dazu kam es allerdings nicht, woraufhin der FCE besser in die Partie kam.

Aue konnte sich befreien, Aue ging auf den zweiten Ball. "Wir waren nicht mehr in der Lage, schnell umzuschalten. Da war ich gerade mit meinen Offensivspielern nicht zufrieden", kreidete sich Reis an, dass das Fußballspielen seiner Mannschaft auf der Strecke blieb. Im Jubiläumsspiel von FCE-Keeper Martin Männel (419 Pflichtspiele) war der Schlussmann der Veilchen nicht zu überwinden. Die Möglichkeiten dazu hatte Bochum, doch der Drang blieb ohne Lohn: "Dennoch sind es, aufgrund der Chancen in der zweiten Halbzeit, verlorene Punkte. Es ist, wie es ist. Die Niederlage heute tut weh."

Losilla und Blum ärgern sich

Auch Kapitän Anthony Losilla ärgerte sich nach Abpfiff über die ausgelassenen Chancen. "Aue hat nur auf unsere Fehler gewartet, wir hatten dann zu viele Ballverluste. Nach Kontern hat der Gegner es gut gemacht", lobte der defensive Mittelfeldspieler die gegnerische Kaltschnäuzigkeit. Dass der Gegentreffer anschließend über einen Standard fiel, "hat uns natürlich weh getan". Somit verpasste Bochum vor allem die Vorlage im Aufstiegskampf. Bei drei punktgleichen Teams an der Zweitliga-Spitze ist schon jetzt klar, dass der VfL bei 42 Zählern verweilen wird.

"Wir haben in dieser Saison schon oft gezeigt, dass wir eine gute Mentalität haben. Wir dürfen jetzt nicht alles zu negativ sehen", schwor Losilla die Bochumer Teamkollegen und das gesamte Umfeld ein, zeigte zudem Verständnis für die wenig zielsicheren Offensivspieler an diesem Freitag: "So ist das leider manchmal. Jetzt müssen wir schnell nach vorne schauen." Zumindest über die Rückkehr von Danny Blum konnten sich die Bochumer freuen, denn nach sechs Partien ohne Einsatz war der Flügelspieler in der letzten halben Stunde wieder dabei. Nicht weniger ärgerte sich der Rückkehrer: "Wir haben uns auf einen offenen Schlagabtausch eingelassen. Das ist eigentlich unverständlich, denn wir hatten klare Abläufe." Die gilt es nun, nach zu justieren.