VfL rettet einen Punkt: "Haben jetzt ein bisschen bluten müssen"

Im Duell mit dem SSV Jahn Regensburg zog der VfL Osnabrück am Freitagabend noch einmal den Kopf aus der Schlinge. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte mit zwei individuellen Fehlern und einem Patzer vom Elfmeterpunkt konnte sich die Elf von Cheftrainer Daniel Thioune noch einen Punkt erkämpfen. Nun müssen die Wunden geleckt werden.

"Nachschuss noch schwächer"

"Das Spiel war im Grunde früh entschieden, aber das lag mehr an meiner Mannschaft", erklärte VfL-Coach Daniel Thioune in der Pressekonferenz nach dem 2:2-Unentschieden gegen Regensburg - und sprach damit nicht lobend über die Elf, die in der ersten Hälfte für wenig Freude an der Bremer Brücke sorgten. Zunächst sorgten dabei zwei haarsträubende Fehler auf der linken Abwehrseite für den doppelten Rückstand: "Wir waren nicht im Spiel, wir waren sehr passiv und sind durch individuelle Probleme in Rückstand geraten."

Erst in den "letzten zehn Minuten vor der Pause" wurden die Osnabrücker aktiver und wurden dann durch ein Foulspiel im gegnerischen Sechzehner belohnt. "Aber dieser Strafstoß war nicht gut geschossen und der Nachschuss noch schwächer", sah Thioune, wie sich die Misere der ersten 45 Minuten nahtlos fortsetzten. Für den Coach gab es dann nur noch eine Möglichkeit, das Spiel zu retten: "In der Halbzeitpause war klar, dass wir müssen Veränderungen vornehmen und das Ganze umgestalten, um offensiver zu werden."

Thiounes Wechsel greifen

Gesagt, getan. Aber auch mit der Umstellung kamen die Lila-Weißen anfangs nicht gegen einen kompakten Gegner an. "Auch da hatten wir Probleme und sind sehr viel mti dem Ball gelaufen, ohne viel Tempo reinbekommen haben", zog auch Thioune ein kritisches Fazit, dass er mit einem Satz zusammenfasste: "Das Spiel schleppte sich hin, auch für uns." Bis der Coach mit Sebastian Klaas und Bashkim Ajdini zwei weitere Wechsel in der 65. Spielminute tätigte - fünf Zeigerumdrehungen später hatte der VfL den Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt.

"Jeder Trainer wünscht sich einen Joker auf der Bank, der Tore schießt", erklärte der Fußballlehrer anschließend in Bezug auf Marcos Alvarez, den er bereits zur Pause brachte und der mit seinem Doppelpack zum Spieler des Spiels avancierte. Trotzdem blieb Thioune selbstkritisch: "Der Gegner hatte auch seine Möglichkeiten auf das dritte Tor und dann wären wir sicherlich nicht mehr zurückgekommen." Weil mit Ulrich Taffertshofer und Assan Ceesay auch zwei Spieler verletzungbedingt ausgewechselt werden mussten, will Thioune nun Regeneration betreiben: "Wir haben jetzt ein bisschen bluten müssen für die Intensität." Erst am nächsten Sonntag geht es für den VfL beim VfB Stuttgart weiter.

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