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VfL-Trainer Grote trotz erneuter Pleite "mit Spiel sehr einverstanden"

IMAGO / osnapix

Der Negativlauf des VfL Osnabrück hält an. Gegen die SpVgg Greuther Fürth setzte es am Dienstagabend die vierte Niederlage in Serie. Beim 0:1 blieben die Lila-Weißen zum dritten Mal in Folge ohne Treffer. Was Trainer Marco Grote jedoch Positives aus dem Spiel mitnimmt. 

Plan sei aufgegangen

Trotz der vierten Niederlage in Folge war Marco Grote nicht so unzufrieden und niedergeschlagen, wie es der nüchterne Blick auf die Statistik vermuten lassen könnte. "Ich bin mit unserem Spiel sehr einverstanden", sagte der Trainer des VfL Osnabrück nach der 0:1-Niederlage am Dienstagabend gegen die SpVgg Greuther Fürth. Schließlich weiß der 48-Jährige die Qualitäten des Gegners einzuschätzen: "Ich finde, dass wir über weite Strecken der besten Mannschaft der Liga Paroli geboten haben."

Der Auftritt der Lila-Weißen passte dem Coach. Die Spieler hätten "sehr bissig" und mit einer guten, kompakten Ordnung gegen eines der Spitzenteams der Liga agiert. Auch der Plan, "in Puncto Spieleröffnung- und -verlagerung Richtung Tor" sei gut umgesetzt worden. Zudem sah der gebürtige Bremer im weiteren Verlauf "gute, abschlussreiche Situationen". Nur das Wichtigste, die Vollendung in Tore, hat gefehlt.

Offensiv einfach zu harmlos

Das unterschied letztlich den VfL von den Gästen aus Fürth, die nach 38 Minuten durch Julian Green das entscheidende, weil einzige Tor des Abends erzielt hatten. "Beim Gegentor haben wir die Kompaktheit verloren", analysierte Grote die Entstehung. Zudem hatte sein Team Glück, dass die Spielvereinigung noch zwei Mal das Aluminium traf, das Spiel deshalb bis zum Ende offen blieb und die Osnabrücker noch an den Punktgewinn glauben durften. Aber dafür reichte es nicht. Am Ende der Partie war es den Hausherren trotz Steigerung nicht gelungen, den Druck aufzubauen, "um diese gute Mannschaft so unter Druck zu setzen, als dass wir in irgendeiner Form noch einen Punkt verdienen gehabt hätten."

Trotz des erneuten Rückschlags "bewegen wir uns in die richtige Richtung", so Grote. Das mache ihm und den Spielern mit Blick auf die kommenden Aufgaben Mut. Das große Manko ist jedoch die schwache Offensive. In den vergangenen drei Partien gelang kein eigener Treffer. In den ersten beiden Partien des Jahres waren es zusammen immerhin vier. Die Tendenz geht also nach unten. "Uns fehlt die Durchschlagskraft nach vorn, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber das ist nicht neu, das haben wir schon seit längerer Zeit."

Es folgte eine bekannte Floskel im Fußballgeschäft: dranbleiben und arbeiten. "Wir müssen versuchen, mehr Tiefe reinzubekommen", forderte Grote. Es sei wichtig, sich in den Eins-gegen-Eins-Duell zu behaupten, diese Zweikämpfe überhaupt anzugehen und in den Strafraum zu kommen. Gelingt all dies, benötige es auch die "Gier" anschließend, "mit Überzeugung abzuschießen". Ob das Vorhaben fruchtet, kann das Team am Montag beim Auswärtsspiel in Hannover zeigen.