"Vier Eier bekommen": Lieberknecht hadert mit Naivität

Erneut setzte es für den MSV Duisburg vier Gegentore. Nach dem 0:4 gegen Kiel erlitten die "Zebras" mit dem 1:4 gegen Heidenheim die nächste hohe Niederlage. Dadurch verpasste der MSV Duisburg am Samstag wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei haderten Spieler und Trainer vor allem mit vielen verpassten Gelegenheiten in Halbzeit eins und der Naivität bei den Gegentreffern.
"Vier Eier bekommen"
Es hätte so schön sein können. Der MSV startete gut in die Begegnung und hatte gleich mehrere Gelegenheiten in Führung zu gehen, doch Iljutchenko und Verhoek scheiterten vor dem Tor. So kam es wie es kommen musste und die Gastgeber schlugen wie aus dem Nichts zu. "Man muss sagen, dass wir selbst schuld sind", gestand Lukas Fröde nach Spielende. Denn nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff trafen die Hausherren erneut und zerstörten so die Hoffnungen der Meidericher. Schnatterer sorgte vom Punkt für die endgültige Entscheidung, da nützte auch der Anschlusstreffer von Wolze nicht. Den Schlusspunkt zum 1:4 setzte schließlich Dovedan in der Nachspielzeit. "In der Höhe ist der Sieg für Heidenheim heute verdient. Wenn du vier Eier bekommst – dreimal langgeschlagene Bälle und dich dreimal in der Verteidigung so verhältst, dann ist es auch verdient, wenn wir hier als Verlierer vom Platz gehen. Du hast das Spiel komplett im Griff und bekommst dann vier Eier", haderte Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz mit den Gegentreffern.
"Müssen Fehler ansprechen"
Weiterhin lobte der Trainer zwar die Mentalität seiner Mannschaft, kritisierte jedoch im gleichen Atemzug die Naivität seiner Spieler. "Da muss man kämpfen und zeigen, dass es gerechtfertigt ist, auf dem Platz zu stehen", machte Lieberknecht deutlich. Auch Torschütze Wolze kritisierte das Verhalten der Mannschaft: „Wir stellen uns bei den Gegentoren nicht clever genug an. Das darf uns so nicht passieren. Dann läufst du dem Spiel hinterher, obwohl wir eigentlich eine richtig gute erste Halbzeit spielen und zwei riesige Chancen haben." Die Spieler blickten jedoch schon wieder nach vorne. Bereits am Freitag empfängt der MSV den HSV, bevor es zum Jahresende gegen Dynamo Dresden geht. "Wir müssen das Spiel jetzt knallhart analysieren. Wir haben Fehler gemacht und die müssen wir ansprechen", machte Wolze deutlich und auch Fröde gab sich kämpferisch: "Wir müssen uns das Ergebnis auf die eigene Fahne schreiben und die Fehler abstellen. Das heute tut weh. Trotzdem müssen wir jetzt den Schalter umlegen.“