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"Visier darf leicht geöffnet sein": HSV erwartet Fürth zum Topspiel

© IMAGO / Oliver Ruhnke

Der Hamburger SV marschiert auf der Erfolgswelle durch die Liga, doch in Aue gab es zuletzt ein 3:3-Unentschieden nach zwei deutlichen Führungen. Im Spitzenspiel mit der SpVgg Greuther Fürth will Cheftrainer Daniel Thioune direkt die Antwort geben, indem er die Hamburger Stabilität zurückbringt. Andernfalls könnte die Spielvereinigung punktetechnisch gleichziehen.

"Dynamisch nach vorne spielen"

Aus dem Hamburger Triumphmarsch wird ein Ritt auf der Rasierklinge, wenn der HSV am Samstag (13 Uhr) der SpVgg Greuther Fürth begegnet. "Die sportliche Leitung hat in Fürth einen guten Job gemacht", lobte Cheftrainer Daniel Thioune den Gegner angesichts eines vierten Tabellenplatzes. Überraschend war die Platzierung für den Coach von der Elbe daher nicht, in der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen hob er die Stärken der Kleeblätter hervor: "Die Mannschaft lässt das Spielgerät gut laufen und ist um viel Spielkontrolle bemüht."

Im direkten Duell muss der HSV dagegenhalten, um seinen Vorsprung nicht zu verlieren. Sieben Mal in Folge konnten die Elbstädter die Tabellenführung zuletzt für sich beanspruchen, aber die Fürther sitzen dem HSV im Nacken. Bei einer Niederlage herrscht zwischen beiden Teams wieder Punktgleichheit. "Wir wissen, dass wir gegen Fürth eine gewisse Stabilität benötigen, aber auch dynamisch nach vorne spielen wollen", erklärte Thioune den Matchplan, den er für Samstag vorgesehen hat. Seinem Team traut er einen dominanten Auftritt zu: "Wir haben viele Spieler im Kader, die sich dafür anbieten. Die Entscheidung ist aber noch nicht final gefallen."

"90 Minuten auf Sendung sein"

Jeremy Dudziak wird aufgrund einer Zerrung jedoch nicht zu diesem Team gehören, auch Bobby Wood fehlt dem HSV erneut. Bei den Langzeitverletzten um Toni Leistner, Josha Vagnoman und Klaus Gjasula hat sich bislang keine Änderung ergeben. Ohnehin will Thioune die notwendige Mentalität unabhängig vom Personal auf den Platz brignen. Der Cheftrainer versprach: "Wir wollen die Punkte im Volkspark behalten und unseren Auftritt mit einer ansprechenden Leistung untermalen. Dazu müssen wir aber 90 Minuten auf Sendung sein."

In der Offensive will sich der HSV daher nicht gehemmt zeigen: "Das Visier darf dann auch leicht geöffnet sein." Bisher trafen die Hamburger zwölf Mal auf die Spielvereinigung aus Fürth, nur ein Mal konnten die Kleeblätter den Sieg davon tragen – als die Fürther den HSV 1964 aus dem DFB-Pokal schmissen. Seither konnte der HSV eine Niederlage verhindern, in der 2. Bundesliga stehen daher drei Siege bei fünf Duellen auf dem Papier. Am Samstag soll die Bilanz auf Seiten der Elbstädter bleiben.