Walter mahnt vor HSV-Spitzenspiel: "Maximal professionell angehen"

Zum fünften Mal in dieser Saison wird der Hamburger SV ein Highlight-Spiel am Samstagabend (20:30 Uhr) bestreiten. Dieses Mal bekommt es Cheftrainer Tim Walter an der Brenz mit dem 1. FC Heidenheim zu tun - ein Duell zwischen dem Zweiten und Dritten. Dabei stehen mehrere Personalien beim HSV besonders im Fokus. Und nicht unbedingt alle auf dem Rasen.

Fragezeichen hinter David und Meffert

Vier Punkte steht der Hamburger SV in der Tabelle vor den Heidenheimern. Ein Sieg gegen direkten Konkurrenten am Samstagabend dürfte als großer Schritt in Richtung Aufstieg interpretiert werden. Doch dazwischen liegen noch mindestens 90 Spielminuten auf dem Rasen - und vorher muss Cheftrainer Tim Walter noch einige Personalentscheidungen treffen. Die Einsätze von Jonas David und Jonas Meffert sind beispielsweise noch fraglich. "Wir haben gleich erst die medizinische Runde, in der wir ein paar Dinge durchsprechen", konnte Walter zum Zeitpunkt der Spieltags-Pressekonferenz noch keine Aussage tätigen.

Nur so viel steht fest: "Wir haben aber auch abseits von Jonas David und Jonas Meffert Spieler im Kader, die einspringen können." Im zentralen Mittelfeld stehen Ludovit Reis und Laszlo Benes bereit, aber auch ein Vorziehen von Sebastian Schonlau aus der Innenverteidiung auf die Sechs wäre möglich. Für Walter muss das Gesamtgebilde stimmen. "Für die Sechser-Position könnten wir es auf mehrere Schultern verteilen", kündigt der HSV-Coach an. Denn klar ist: "Wir haben ein wichtiges Spiel, das wir maximal professionell angehen. Denn das ist unser Job."

Dompé kann sichs sportlich aufdrängen

In Stresssituationen habe die Mannschaft von der Elbe bewiesen, dass sie erfolgreich auftreten kann. In den Highlight-Spielen des Spieltags auch, denn in drei von vier Anläufen holte der HSV stets einen Sieg. Einzig der 1. FC Kaiserslautern konnte den Hamburgern ein 1:1-Remis am Samstagabend abringen. Die Herausforderung in Heidenheim wird groß, dessen ist sich Walter sicher: "Es ist ein schwerer Gang, denn Heidenheim ist sehr heimstark. Aber wir sind auch auswärtsstark und so selbstbewusst, dass wir dort gewinnen wollen. Wir werfen alles rein!"

Mit Jean-Luc Dompé steht noch eine weitere Personalie im Kader aus. Gegen den Flügelstürmer wird polizeilich ermittelt, weil er im Verdacht steht, ein illegales Straßenrennen gefahren und Unfallflucht begangen zu haben. "Es war ein Fehler. Das hat der Spieler eingestanden. Es war seine Idee, sich auch der Presse zu stellen. Zuvor hat er das auch in der Mannschaft gemacht", versichert Walter, dass Dompés Verhalten gegenüber den Verantwortlichen einwandfrei war. "Unser Vorstand hat unmissverständlich klargemacht, dass das ein Vergehen ist, welches wir hart sanktionieren. Was wir intern regeln können, haben wir geregelt. Wenn sich Jean-Luc sportlich fürs Wochenende qualifiziert, dann darf er auch ran."

Keine Entscheidung bei Vuskovic

Auch der Fall um den Dopingverdacht gegen Mario Vuskovic beschäftigt den HSV weiterhin. Eine endgültige Entscheidung, ob und wie lange der kroatische Innenverteidiger vom Deutschen Fußball-Bund gesperrt wird, ist noch nicht gefallen. "Unabhängig vom HSV hat es sowas auch noch nicht gegeben. Die Sache geht jetzt nochmal in die Verlängerung, was noch mehr Fragen aufwirft. Es gibt berechtigte Zweifel", berichtet Walter in der Angelegenheit. "Wenn alles so klar wäre, dann wäre schon längst ein Urteil gefällt worden. Auch hier liegt ein schwieriger Fall vor, aber grundsätzlich stehen wir zu Mario." Denn auch Vuskovic sei nach wie vor ein Spieler des HSV.

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