Was aus den Abgängen des Karlsruher SC geworden ist

Zwölf Spieler haben den Karlsruher SC im vergangenen Sommer verlassen. liga2-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.

Hofmanns Durchbruch in der Bundesliga

Wo wären die Badener heute wohl, wenn Philipp Hofmann nicht wäre? Drei Jahre lang ging der Mittelstürmer für den KSC auf Torejagd - und traf in jedem zweiten Pflichtspiel. Doch der 29-Jährige nahm seine Chance in der Bundesliga wahr und kickt inzwischen für den VfL Bochum. Der sportliche Wert des Angreifers hat sich in dem ablösefreien Transfer nicht widergespiegelt, denn auch im Oberhaus beweist Hofmann seine Torjäger-Qualitäten: Mit vier Toren und einer Vorlage des Erstliga-Debütanten haben sich die Bochumer nach einem aussichtslosen Saisonstart wieder an das rettende Ufer herangekämpft.

Mit Lukas Fröde verließ ein defensiver Akteur die Karlsruher endgültig, denn schon im Vorjahr war der Sechser an Hansa Rostock verliehen. An der Ostsee blühte der 27-Jährige wieder auf, sodass die Kogge eine Ablösesumme von rund 100.000 Euro in Fröde investiert haben soll. Einen kuriosen Weg machte hingegen Robin Bormuth, der zum Nulltarif nach Paderborn wechselte. Dort waren die Fähigkeiten des Innenverteidigers allerdings nur bedingt gefragt, sodass ein Leihgeschäft vereinbart wurde - und aufgrund des hiesigen Verletzungspechs in der KSC-Abwehr war Bormuth sogar zwischenzeitlich wieder im Badener Land im Gespräch. Inzwischen ist er jedoch Stammspieler beim 1. FC Kaiserslautern.

Fußballromantik bei Publikumsliebling

Innerhalb der Liga wechselte auch Fabio Kaufmann. Der Flügelspieler, der vor einem Jahr von Eintracht Braunschweig kam, kehrte nach einem durchwachsenen Jahr beim KSC zu den Niedersachsen zurück. Dort ist der gebürtige Aalener gesetzt und steuerte einen Doppelpack zum 4:2-Sieg der Braunschweiger gegen Nürnberg bei - es läutete die große Trendwende für den BTSV in der bisherigen Saison ein. Niklas Heeger hingegen wählte als einziger KSC-Abgang den Weg in die 3. Liga - und wartet bei Dynamo Dresden noch auf sein Liga-Debüt. Nach wechselhaften Leistungen von Stefan Drljaca und Sven Müller rief SGD-Coach Markus Anfang einen offenen Dreikampf im Tor aus.

Den Gang in die Regionalliga wagte Marc Lorenz, der nach fünf Jahren im Karlsruher Trikot zu den Publikumslieblingen zählte. Der 34-Jährige erwies sich als Fußballromantiker und wechselte zurück zu Preußen Münster, wo er einst ausgebildet wurde. Vier Tore und fünf Vorlagen steuerte er zur Tabellenführung der Adlerträger bei, der Aufstieg ist das Ziel. Jannis Rabold zeigte sich auf dem Transfermarkt zunächst geduldig, um dann beim 1. FC Schweinfurt in der Regionalliga Bayern zu unterschreiben. Dort pendelt das KSC-Eigengewächs zwischen Startelf und Bankplatz, kommt aber auf 17 Einsätze.

Ungewisse Wege für Quartett

Mit Sven Kronemeyer verließ ein weiterer Jugendspieler den Klub, um sich dem FC-Astoria Walldorf anzuschließen. Der Stürmer und ehemalige U17-Nationalspieler kickt jedoch nicht in der Regionalliga, sondern in der Zweitvertretung in der Verbandsliga. Ricardo van Rhijn, Markus Kuster und Paul Löhr stehen dagegen noch nicht wieder auf dem Platz - das Trio sucht noch einen neuen Verein. Und Benjamin Goller, der immerhin schon zwei Leihgeschäfte beim KSC absolvierte, könnte möglicherweise bald wieder ein Thema im Badener Land werden. Bei Werder Bremen spielt der Flügelspieler keine Rolle, sein Vertrag läuft im Sommer aus.

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