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Was aus den Abgängen des VfL Osnabrück geworden ist

imago images / Newspix

Gleich ein Dutzend Spieler sind beim VfL Osnabrück in der vergangenen Transferperiode von der Bremer Brücke gegangen. liga2-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.

Thioune gilt als Architekt des HSV-Erfolgs

Der wichtigste Austausch fand auf der Trainer-Position statt. Marco Grotes Vorgänger Daniel Thioune folgte nach erfolgreichen Jahren auf seiner ersten Cheftrainer-Position beim VfL mit dem Klassenerhalt als Aufsteiger in der zurückliegenden Saison dem Lockruf des großen Hamburger SV. Für die hochambitionierten Hanseaten scheint sich die Abwerbung auszuzahlen: Thioune gilt beim souveränen Spitzenreiter als Architekt des Erfolges.

Ein Puzzleteil ist dabei auch Moritz Heyer. Der Innenverteidiger kam mit Thioune zum Raute-Klub und rechtfertigte seine Ablöse von rund 600.000 Euro bisher nachdrücklich. In allen sieben Liga-Spielen der Hamburger kam Heyer zum Einsatz und erzielte auch schon ein Tor.

Alvarez in Polen eine feste Größe

Sportlich sogar eine Liga geklettert ist Mittelstürmer Marcos Alvarez durch seinen Wechsel zum polnischen Erstligisten KS Cracovia. In Krakau gehört der 28-Jährige überwiegend zur Anfangsformation und trug sich bei seinen bisherigen neun Saisoneinsätzen, zu denen auch ein Spiel in der Europa-League-Qualifikation gehörte, einmal in die Torschützenliste ein.

Weniger glücklich dürfte sein früherer VfL-Sturmpartner Manuel Farrado Pulido derzeit bei Hansa Rostock sein. Beim Drittliga-Spitzenteam kam der Linksaußen bisher kaum zum Zuge in durch erst drei Kurzeinsätze auf gerade einmal 73 Minuten Spielzeit. Noch weniger erfüllten sich wohl die Erwartungen von Abwehrspieler Felix Agu. Der 21-Jährige erhielt zwar bei Bundesligist Werder Bremen einen Vertrag, konnte den Erstliga-Fußball bisher jedoch lediglich als Zuschauer verfolgen und wartet noch auf seinen ersten Einsatz für die Grün-Weißen.

Deutlich häufiger zum Zuge ist bisher Anas Ouahim nach seinem Abschied aus Osnabrück beim Ligarivalen SV Sandhausen gekommen. Der offensive Mittelfeldspieler bestritt schon sieben Pflichtspiele für sein neues Team. Die erhoffte Spielpraxis sammelt der an Regionalligist VfB Oldenburg ausgeliehene Flügelstürmer Hakim Traore: Der 19-Jährige zählt mit sieben Einsätzen zu den festen Größen des ehemaligen Zweitligisten.

Vergeblich auf neue Engagements hofften bislang die Innenverteidiger Thomas Konrad und Simon Haubrock. Beide haben nach Ablauf ihrer Verträge mit dem VfL noch keinen neuen verein gefunden.

Nur zwei Leihspieler nach Rückkehr Aktivposten

Von den vier zu ihren Vereinen zurückgekehrten Leihspielern im letztjährigen VfL-Kader können lediglich der Niederländer Joost van Aken und Assan Ceesay zufrieden sein. Abwehrspieler van Aken darf sich beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday mit einer Startelf-Quote von 75 Prozent und insgesamt acht Einsätzen durchaus als Stammspieler fühlen. Kaum seltener steht Mittelstürmer Ceesay beim Schweizer Erstligisten FC Zürich in der Anfangsformation und traf für die Eidgenossen in fünf Spielen auch immerhin schon einmal.

Solche Werte sind für Benjamin Girth bisher nur Wunschdenken. Der Torjäger kommt nach seiner Rückkehr zum VfL-Ligakonkurrenten Holstein Kiel kaum zum Zuge und musste sich bisher mit gerade einmal drei Kurzeinsätzen begnügen. Auch Torwart Nils Körber dürfte mit anderen Erwartungen vom VfL zu Hertha BSC zurückgekehrt sein, denn bislang steht der 24-Jährige statt wenigstens im Erstliga-Kader der Hauptstädter lediglich in Berlins Regionalliga-Reserve zwischen den Pfosten (sechs Partien).