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"Werden uns nicht ausruhen": Dynamo heiß auf Derby-Sieg

© IMAGO / Contrast

Mit viel Rückenwind und sieben Punkten aus drei Spielen ist Dynamo Dresden am Samstag (20.30 Uhr) im Top-Spiel der 2. Liga bei Hansa Rostock zu Gast. Trotz der bisherigen Erfolge hebt bei den Schwarz-Gelben aber niemand ab.

"Wissen die Situation einzuschätzen"

Als Aufsteiger ist das Leben in der 2. Bundesliga meist besonders schwer, Dynamo Dresden hat sich bislang aber bemerkenswert gut geschlagen, setzte sich am vergangenen Wochenende zu Hause mit 2:0 gegen Hannover 96 durch und steht auf dem zweiten Tabellenplatz. Zudem gab es im DFB-Pokal einen 2:1-Erfolg gegen den SC Paderborn. Hätten sich die Sachsen einen Saisonstart wünschen können – es wäre der aktuelle gewesen.

"Das Selbstvertrauen der Mannschaft festigt sich immer mehr. Wir sind froh, dass wir die sieben Punkte in der Liga haben. Aber: Darauf können und werden wir uns nicht ausruhen. Wir müssen weiter Gas geben", schärfte Trainer Alexander Schmidt bei der Pressekonferenz am Donnerstag aber noch einmal die Sinne seiner Spieler. Klar, nachlassen darf und kann keiner. Sonst wird das Team genauso schnell Richtung Tabellenkeller durchgereicht. "Wir wollen unser Punktekonto weiter füllen und wissen die aktuelle Situation, wie gesagt, sehr gut einzuschätzen", erklärte auch Stürmer Christoph Daferner.

Lob für Daferner: "Brutaler Teamplayer"

Der 23-Jährige war im vergangenen Sommer zu Dynamo gewechselt, kann nun nach drei Ligapartien bereits ebenso viele Treffer und eine Vorlage nachweisen. "Er ist ein brutaler Teamplayer und Sportsmann. Er ist sehr wichtig für die Mannschaft und hat eine herausragende Einstellung", gab es vom Coach ein dickes Lob für den Angreifer. "Ich freue mich vor allem, wenn ich der Mannschaft helfen kann. Es werden aber auch Zeiten kommen, in denen es mal nicht so läuft", betonte der ehemalige U20-Nationalspieler, dass er weiß, wie schnell sich das Blatt auch wieder wenden kann und die Punkte ausbleiben. Deshalb wolle das Team "den aktuell positiven Flow weiter mitnehmen".

Doch auch der Kontrahent von der Ostsee hat einen guten Start erwischt, holte vier Punkte und zog gegen den 1. FC Heidenheim im Pokal in die nächste Runde ein. Die Dynamos wüssten um die Stärken des Gegners. "Ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen uns und Rostock. Beide Teams spielen einen mutigen Fußball und agieren als Kollektiv", so Schmidt. Deshalb sei es wichtig, "unser Spiel auf den Platz zu bringen".

Bilanz spricht für Dresden

Dass die Sachsen gegen die Hanseaten wissen, wie es geht, zeigt ein Blick auf die vergangenen Duelle. Der letzte Rostocker Sieg war am 9. April 2011. Damals gewann Hansa zu Hause mit 1:0. Seitdem ist die SGD seit acht Spielen ungeschlagen, gewann die letzten drei Auswärtsspiele jeweils mit 3:1. "Es bringt überhaupt nichts, in Erinnerungen zu schwelgen. Was zählt, ist Samstag. Uns erwartet ein starker Gegner, der mit den eigenen Zuschauern im Rücken auftritt", sagte Daferner. Im Ostseestadion sind 15.000 Zuschauer zugelassen, 1.111 Tickets gingen an Gästefans.