Werder im Schiedsrichter-Glück? Fritz: "Ist mir ein bisschen zu einfach"
Der neutrale Fan schüttelt mittlerweile nur noch den Kopf, wenn es um das grün-weiße Glück bei den Schiedsrichtern in dieser Saison geht. Zum wiederholten Male profitierte der SV Werder Bremen am vergangenen Spieltag von einer möglichen Fehlentscheidung. Sportchef Clemens Fritz wehrt sich gegen die Kritiker.
"Ein, zwei Situationen"
Zuerst bekam Guido Burgstaller keinen Elfmeter für seinen Zweikampf mit Mitchell Weiser, dann spielte Felix Agu beim Angriff zum Ausgleich den Ball mit der Hand - zwei strittige Situationen im Spitzenspiel zwischen St. Pauli und Werder Bremen wurden am vergangenen Samstag zugunsten der Grün-Weißen gewertet. Zum Teil nach Ansicht der TV-Bilder durch den Videoassistenten. Die Meinungen über die Entscheidungen gingen danach trotzdem auseinander, was nicht zum ersten Mal in dieser Saison der Fall ist.
Clemens Fritz, Leiter Profifußball des SVW, sieht das gegenüber dem "Kicker" eher gelassen: "Es ist mir ein bisschen zu einfach, das nur an ein, zwei Situationen festzumachen. Dafür müsste man den Gesamtkontext sehen und viele andere Situationen analysieren. Wir beschäftigen uns damit auch gar nicht." Klar ist aber: Beim 1:1-Remis gegen Schalke bekam Werder in der Nachspielzeit einen höchst umstrittenen Elfmeter zugesprochen, bei dem der Deutsche Fußball-Bund im Nachgang eine Fehleinschätzung einräumte. Im Derby gegen den Hamburger SV (3:2) fielen gleich drei knifflige Entscheidungen in Richtung der Bremer.
Fritz glaubt an ausgleichende Gerechtigkeit
Fritz räumte zugleich auch ein, dass die Diskussionen um den Ausgleichstreffer gegen St. Pauli "sicherlich berechtigt" seien. Dennoch werden die weiteren Worte des Ex-Profis wohl nur noch mehr Kopfschütteln bei den Kritikern auslösen. Der 41-Jährige wehrte sich: "Es gab für uns aber sicherlich auch schon Situationen, die in die andere Richtung gepfiffen wurden, über die man auch diskutieren kann. Über eine Saison hinweg gleicht sich das immer aus." Böse Zungen werden behaupten, dass die Zeit für die ausgleichende Gerechtigkeit angesichts von nur noch fünf ausstehenden Spiel knapp bemessen ist.