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Widersprüchliches FIFA-Urteil: Modeste-Comeback gerät zur Hängepartie

Das erhoffte Comeback von Torjäger Anthony Modeste für den 1. FC Köln wird immer mehr zu einer Hängepartie. Für neue Verwirrung im Streit des Franzosen und der Rheinländer mit Modestes bisherigem Klub Tianjin Quanjian aus China sorgten am Dienstag Medienberichte über ein mutmaßlich widersprüchliches Urteil der für Transferstreitigkeiten zuständigen Kammer des Weltverbandes FIFA. Vor diesem Hintergrund erscheint mittlerweile nicht ausgeschlossen, dass Modeste auch erst frühestens nach der Winterpause für die Geißböcke auflaufen könnte.

"Kündigung ohne triftigen Grund"

"Dem Beschluss zufolge muss Tianjin Quanjian FC dem Spieler eine ausstehende Vergütung zahlen. Es wurde jedoch festgestellt, dass dieser das Arbeitsverhältnis mit Tianjin Quanjian FC ohne triftigen Grund gekündigt hat“, teilte ein FIFA-Sprecher der Kölner Zeitung "Express" mit.

Auch wenn wenig einleuchtend erscheint, dass ausstehenden Gehalts- und Prämienzahlungen wie im "Fall Modeste" in Höhe von rund 20 Millionen kein ernsthafter Grund für eine Kündigung sein sollen, könnte Kölns ablösefreie Verpflichtung seines Ex-Stürmers durch das FIFA-Verdikt unrechtmäßig sein und deswegen noch eine Ablösesumme fällig werden. Eine Klärung der Angelegenheit durch Kölns Anwälte soll sich aufgrund der noch nicht vorliegenden Urteilsbegründung womöglich noch um Wochen verzögern.

Modeste wartet angeblich noch auf 20 Millionen Euro

Modeste war 2017 für eine Transfersumme von 35 Millionen Euro aus der Domstadt ins Reich der Mitte gewechselt. Von den angeblich als Gehalt und Boni vereinbarten 30 Millionen Euro soll der frühere Hoffenheimer jedoch lediglich ein Drittel von den Chinesen erhalten haben. Nach vergeblichen Mahnungen hatte Modeste seinen noch bis 2020 laufenden Vertrag mit Tianjin im Herbst gekündigt. Köln hatte vor der Wiederverpflichtung des Publikumslieblings Modestes Kündigung rechtlich prüfen lassen und die Auskunft erhalten, dass einem neuen Vertrag für Modeste nichts im Wege stünde.