"Wie eine Niederlage": Magdeburg muss späten Ausgleich hinnehmen

Nachdem der 1. FC Magdeburg noch am vergangenen Wochenende über den Last Minute-Ausgleich in Paderborn jubeln durfte, musste die Mannschaft im Heimspiel gegen den MSV Duisburg selber eine bittere Pille schlucken: Erst kurz vor Spielende fiel der 3:3-Ausgleichstreffer zu ungunsten des FCM. Die Mannschaft von Trainer Jens Härtel wartet somit weiter auf den ersten Saisonsieg.

Daschner schockt den FCM

Freud und Leid liegen im Fußball nah beieinander. So bekannt und abgedroschen dieser Spruch klingt, so regelmäßig findet er im Fußballgeschäft auch seine Bestätigung. Zuletzt musste die Mannschaft des 1. FC Magdeburg sowohl die Höhen als auch die Tiefen der Sportart innerhalb kürzester Zeit am eigenen Leib erfahren. Erst holte das Team ein 4:4 in Paderborn, dann ein 3:3 im Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Für die Unentschieden gab es zwar jeweils einen Punkt, die Gefühlslage nach den Spielen könnte jedoch unterschiedlicher kaum sein. FCM-Trainer Härtel in der "Volksstimme": "Das 3:3 fühlt sich wie eine Niederlage für uns an, anders als in Paderborn als wir mit dem Unentschieden gefühlt einen Sieg davon getragen haben."

Um das nachvollziehen zu können, genügt ein Blick auf den Verlauf der Partie gegen Duisburg. Bereits in der 19. Spielminute geriet der FCM durch Iljutcenko in Rückstand und mühte sich anschließend erst einmal vergebens. Schon weit in der zweiten Spielhälfte traf Christian Beck per Linksschuss zum verdienten Ausgleich (62.). Als Philip Türpitz mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung für die Elbestädter herstellte (64.), stand die MDCC-Arena erstmals Kopf. Zwei Minuten später jedoch die Ernüchterung - auch Duisburg hatte einen Freistoßspezialisten mit nach Sachsen-Anhalt gebracht: Wolze glich aus (66.). In der Endphase der Partie überschlugen sich die Ereignisse dann endgültig. Erst traf Christopher Handke per Kopf zum vermeintlichen Heimsieg (84.), dann egalisierte Lukas Daschner den Spielstand abermals (88.) - und ließ fassungslose Magdeburger zurück.

Härtel: "Wir waren so nah dran"

Die Mannschaft des 1. FC Magdeburg lieferte gegen den MSV Duisburg eine starke Leistung ab - nur freuen kann sich darüber in der Landeshauptstadt momentan niemand. Vielmehr regiert die Ernüchterung: Wieder wurde der erste Zweitligasieg verpasst. Jens Härtel: "Wir waren so nah dran am Sieg. Deswegen tut es mir leid für die Mannschaft, dass sie sich nicht belohnt hat."

Innenverteidiger Christopher Handke suchte im Anschluss nach einer Erklärung. Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:2: "Leider haben wir wieder zu einfache Tore bekommen. Wir müssen unsere Fehler dabei abstellen." Enttäuschung ist in dieser Situation nur verständlich, verzweifelt sei die Mannschaft jedoch keinesfalls. "Es geht Sonntag ja schon weiter", blickt Handke voraus, "dafür müssen wir die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen. Wir sind auf dem richtigen Weg."

 

 

 

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