• Facebook
  • Twitter

Wiedersehen mit Hecking: HSV will "intrinsisch motiviert sein"

© imago images / MIS

Mit der Vertragsverlängerung von Abwehr-Juwel Stephan Ambrosius im Gepäck wird der Hamburger SV am Samstag in Nürnberg gefordert sein. Cheftrainer Daniel Thioune erwartet einen professionellen Auftritt seiner Mannschaft gegen die Franken, die mit Sportvorstand Dieter Hecking und Assistenztrainer Tobias Schweinsteiger zwei alte Bekannte an Bord haben. Trotzdem will Thioune überraschen.

Zweifel an besonderem Reiz

"Im vergangen Jahr haben beide Teams das Saisonziel verfehlt", stellte HSV-Cheftrainer Daniel Thioune ganz unverblümt fest, weil es am Samstag zum Duell mit dem 1. FC Nürnberg kommen wird. Die Elbstädter werden sich ärgern, die Franken dagegen freuen, dass es sich bei dieser Begegnung weiterhin um ein Zweitliga-Duell handelt. Obwohl der Club seit Wochen und Monaten durch die Spielklasse taumelt, zeigte sich Thioune gegenüber dem kommenden Gegner vorsichtig: "Vor Weihnachten haben sie gezeigt, dass sie Spiele gewinnen können."

Eine pikante Note erhält das Duell, weil der HSV im Frankenland gleich zwei ehemalige Personalien treffen. Ex-Coach Dieter Hecking ist mittlerweile Sportvorstand beim FCN, während Tobias Schweinsteiger dort nun als Co-Trainer fungiert. "Ich weiß nicht, ob es ein besonderer Anreiz ist, gegen Dieter Hecking zu spielen", stellte Thioune in Frage und legte lieber den Wert auf das Wesentliche: "Vielmehr spielen wir gegen den 1. FC Nürnberg. Zudem sollten meine Spieler intrinsisch motiviert sein, ein Fußballspiel gewinnen zu wollen, unabhängig von einem alten Weggefährten."

"Wenig Überraschungen"

Trotzdem ist gerade die Personalie von Schweinsteiger in den Hinterköpfen der HSV-Verantwortlichen. Denn Heckings Assistent kennt viele Spieler noch aus der vergangenen Saison. "Von daher wird es für ihn wenig Überraschungen geben", glaubte Thioune nicht an die ganz große Veränderung des Hamburger Gesichts. Gleichzeitig hieß das für den Coach aber nicht, dass seine Mannschaft den ehemaligen Co-Trainer nicht überraschen kann: "Dennoch ist es auch für ihn eine Herausforderung, da sich unsere Jungs auch entwickelt und im Positionsspiel verändert haben." Mit diesen Umstellungen gelangen dem HSV zuletzt vier Siege in Folge, was die Tabellenführung zurück an die Elbe holte.

Wie der HSV in Nürnberg überraschen will, ließ sich Thioune naturgemäß nicht entlocken. Bekannt ist aber, dass Klaus Gjasula (Innenbandverletzung) und Jan Gyamera (Bänderriss im Sprunggelenk) kein Teil des Plans sein werden. Auch Amadou Onana (Addukorenprobleme) wird kurzfristig fehlen. Dagegen konnte zumindest Ersatzkeeper Tom Mickel wieder ins Training einsteigen.