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"Wir müssen kommerziell denken": Zubers 96-Zukunft ist "ganz offen"

© IMAGO / Joachim Sielski

Rein rechnerisch ist der Klassenerhalt von Hannover 96 noch nicht ganz sicher, doch anbrennen wird bei den Niedersachsen wohl nichts mehr. Deshalb darf auch Cheftrainer Kenan Kocak die Saison zuende führen, obwohl der Übungsleiter den Klub anschließend verlassen muss. Auch die Zufriedenheit mit Sportdirektor Gerhard Zuber hält sich in Grenzen – doch aus finanziellen Gründen darf er vorerst bleiben.

Zuber soll Gespräche führen

Rund 30.000 Euro soll der Österreicher laut "Sportbuzzer" monatlich bei Hannover 96 verdienen, das wären bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit in zwei Jahren noch 720.000 Euro. Viel Geld für einen Klub, der in der Corona-Pandemie eine Obergrenze für die Profi-Spieler plant, um Gehalt zu sparen. "Wir müssen kommerziell denken", erklärte Klubboss Martin Kind, warum er in der Sportlichen Leitung trotz offensichtlicher Unzufriedenheit nicht reagiert. Stattdessen soll Zuber weiterhin die Gespräche und Verhandlungen mit potentiellen Neuzugängen führen, denn diese habe der Österreicher auch begonnen.

"Muss Alternativen kennen"

Die Entscheidung, ob der Sportdirektor jedoch länger im Amt bleibt, ist derzeit "ganz offen". Martin Kind gab zu Bedenken: "Außerdem muss man die Alternativen kennen." Bleibt Zuber also, weil Hannover kein Geld für die Abfindung und keinen geeigneten Kandidaten als Nachfolger hat? Es wäre eine Schachmatt-Erklärung für die Fans – aber sie wäre auch eine realistische Einschätzung der derzeitigen wirtschaftlichen Lage im Profi-Fußball. Auch die Auflösung von Kocaks laufendem Vertrag bis 2023 wird für Hannover 96 vermutlich nicht unbedingt günstig gewesen sein.