"Wir stellen uns blöd an": Abwehrpatzer werfen 96 weit zurück

Hannover 96 muss sich schütteln. Seit dem Jahreswechsel gab es drei Niederlagen in drei Spielen, sodass die Niedersachsen den Anschluss zur Spitzengruppe verloren haben. Verfällt das Team von Stefan Leitl gar komplett in alte Muster und muss nach unten schauen? Sportdirektor Marcus Mann mahnt.

"Das ist zu viel für die 2. Liga"

Die Rückrundentabelle ist nach drei Spielen noch nicht aussagekräftig, doch zumindest zeichnet sie den aktuellen Trend der Zweitliga-Mannschaften seit dem Jahreswechsel ab. Für Hannover 96 sieht das nicht gut aus, denn ohne Ertrag stehen die Niedersachsen auf dem vorletzten Rang - und in der Gesamttabelle ist der Rückstand auf den dritten Rang von fünf auf neun Punkte angewachsen. Das Leid im Hannoveraner Spiel: die Abwehr. "Wer so verteidigt, kann kein Spiel gewinnen. Die Fehler müssen ganz klar angesprochen werden. So dürfen wir nicht auftreten. Wir müssen jetzt in die Gänge kommen", mahnt Sportdirektor Marcus Mann in der "Bild"-Zeitung.

Denn 96 hat bereits neun Gegentreffer kassiert, also drei Gegentore pro Partie. Die Gegner - Lautern, St. Pauli und Paderborn - zählen zweifelsohne zu den formstärksten Teams der Liga. Trotzdem hat sich Hannover mehr vorgenommen. "Unglaublich, welche Fehlerketten wir bei den Gegentoren gehabt haben", ist der Ärger bei Mann umso größer. "Das ist zu viel für die 2. Liga. Wir stellen uns blöd an. So viele Tore kannst du vorn gar nicht machen, wie du sie hinten bekommst." Muss Hannover jetzt sogar wieder den Blick nach unten orientieren?

Leitl kündigt Konsequenzen an

Am kommenden Wochenende sind die Roten beim Tabellenletzten aus Regensburg gefordert. Ohne ein Erfolgserlebnis wird weiter am Nervenkostüm gezerrt. "Die Fehler müssen klar angesprochen werden. Und das werden wir tun. Alle müssen eine Schippe drauflegen. Jeder ist für seine eigene Leistung auf dem Platz verantwortlich", nimmt Mann die Spieler in die Pflicht, die am freien Montag auch die Köpfe freibekommen sollen. Ab Dienstag zählt die Leistung auf dem Trainingsplatz, denn auch Cheftrainer Stefan Leitl hat "definitiv Konsequenzen" angekündigt.

Die Hannoveraner sind unzufrieden, aber nicht unglücklich. Bei einem Sieg bleiben die Niedersachsen weiter im Soll, würden weiterhin zum Verfolgerfeld gehören. "Wir haben immer gesagt, dass es um einen einstelligen Tabellenplatz geht. Es gab nie eine Zieländerung. Wir haben die Situation immer realistisch eingeschätzt", nimmt Mann daher auch etwas Druck aus der Situation heraus. Doch klar ist, dass die 96er mit ihrer Negativserie allein von der Hinrunde zehren. Nun gilt es, die Trendwende auch in der Rückrunde zu schaffen.

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