Wird Kind doch noch abberufen? Erneuter Gerichtstermin für 96-Chef

Im Elfmeterschießen sicherte sich Hannover 96 II am Sonntag den Aufstieg in die 3. Liga. Geschäftsführer Martin Kind war beim Rückspiel vor eigenem Publikum dabei, gratulierte der U23 später auf dem Rasen. War es womöglich der letzte Auftritt des 80-Jährigen? Am Dienstag entscheidet der Bundesgerichtshof über Kinds Rauswurf.

"Ich bin vollkommen entspannt"

Hannover 96 hatte Martin Kind als Geschäftsführer abberufen. Mit dieser Meldung sorgte der Verein im Juli 2022 für einen Paukenschlag. Doch der 80-jährige Unternehmer ist immer noch da, der Geschäftsführer befindet sich mit dem Mutterverein seitdem im Rechtsstreit. Der eingetragene Verein (e.V.) habe seinerzeit ohne Berücksichtigung des Aufsichtsrats gehandelt, sodass die Abberufung nicht rechtens war. Am Dienstagmorgen könnte der Bundesgerichtshof noch einmal in das Szenario eingreifen, denn die Gültigkeit des Rauswurfs steht erneut auf dem Prüfstand.

"Ich bin vollkommen entspannt", erklärte Martin Kind im Rahmen der Aufstiegsspiele von Hannover 96 II gegenüber der "Bild". Im Falle einer Niederlage vor dem Bundesgerichtshof müsste der 80-Jährige jedoch seinen Posten räumen, der Verein könnte wiederum einen neuen Geschäftsführer berufen. Der Sieg im Elfmeterschießen der U23-Mannschaft könnte demnach zu Kinds letztem offiziellen Auftritt als 96-Boss werden. Immerhin mit einem rühmlichen Ende, denn die Mannschaft von Daniel Stendel war nach Hin- und Rückspiel erstmals in die 3. Liga aufgestiegen. Von einem Bonus im niedrigen fünfstelligen Bereich für die U23-Kicker war die Rede. "Davon gehe ich mal aus", so Kind lächelnd.

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