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Würzburg: Defensivspezialist Strohdiek kommt aus Paderborn

imago images / Revierfoto

Die Würzburger Kickers haben die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga noch nicht aufgegeben und sind am Donnerstag ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Wie der Verein mitteilte, kommt Defensivspezialist Christian Strohdiek vom Ligakonkurrenten aus Paderborn an den Dallenberg und ist bereits am Wochenende spielberechtigt. 

Strohdiek mit jeder Menge Erfahrung in Deutschlands Topligen

Nach Stefan Maierhofer (FC Admira Wacker), Marvin Pieringer (SC Freiburg II), Rolf Feltscher (Los Angeles Galaxy) und Martin Hasek (vereinslos) haben die Würzburger Kickers am Donnerstag bereits zum fünften Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich mit Christian Strohdiek in der Defensive verstärkt. Der 32-jährige Abwehrspieler stand mit der Ausnahme von einer Saison für Fortuna Düsseldorf (2015/2016) seit 2000 für den SC Paderborn auf dem Platz und bringt die Erfahrung von 38 Bundesliga-Spielen (1 Tor), 158 Zweitliga-Einsätze (3 Treffer) und 68 Drittliga-Partien (4 Tore) mit an den Dallenberg. In den vergangenen drei Spielzeiten hatte Strohdiek zudem das Amt des Mannschaftskapitäns bei den Ostwestfalen inne, kam in dieser Saison aber nicht mehr für den SCP zum Einsatz.

"Christian war über Jahre absoluter Leistungsträger und Kopf des Paderborner Defensivverbunds. Er ist topfit, robust im Zweikampf und hat ein gutes Stellungsspiel. Er war sofort Feuer und Flamme für die Aufgabe in Würzburg und wird uns sofort weiterhelfen", ist Sebastian Schuppan, Vorstand Sport des FWK, begeistert über den Neuzugang in den eigenen Reihen, der sich schnell von einem Wechsel nach Bayern überzeugen ließ. "Als heute Morgen der Anruf aus Würzburg kam, musste ich nicht lange überlegen und wusste sofort, dass ich das machen möchte. Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Paderborn. Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar, dass sie mir keine Steine in den Weg gelegt haben. Es wissen alle Beteiligte bei den Kickers um was es geht. Packen wir’s an", freut sich Strohdiek auf die neue Herausforderung und könnte gleich am Samstag (13 Uhr) beim VfL Osnabrück im Kader der Rothosen stehen.

Paderborn verliert eine Identifikationsfigur 

In Paderborn ist man hingegen traurig, eine jahrelange Identifikationsfigur des Vereins zu verlieren, wünscht Strohdiek aber alles gute für seine weitere Zukunft: "Es ist sicher eine Ausnahmesituation, dass wir einen Spieler an einen Ligabegleiter abgeben. Aber Christian hat sich in Paderborn so große Verdienste erworben, dass wir ihm die Chance für eine sportliche Neuorientierung nicht verbauen wollten, kommentiert SCP-Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth den Transfer auf der Website der Ostwestfalen. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Parteien hingegen das im Fußballjargon übliche "Stillschweigen".