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Würzburg trennt sich von Schiele – Antwerpen übernimmt

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Paukenschlag bei den Würzburger Kickers: Der Aufsteiger hat sich nach nur zwei Spieltagen von Trainer Michael Schiele getrennt. Neuer Chefcoach ist Marco Antwerpen, der mit Eintracht Braunschweig aufgestiegen war.

Kickers wollen "neuen Impuls"

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, Platz 20: Den Saisonstart haben sich die Würzburger Kickers anders vorgestellt. Die Folge: Aufstiegstrainer Michael Schiele muss gehen. Wie der Klub mitteilte, habe eine "intensive und ausführliche Analyse" der bisherigen Saisonvorbereitung sowie "insbesondere die erreichten Ergebnisse" (0:3 gegen Aue und 0:1 gegen Düsseldorf) zur Freistellung geführt. Der FWK sei zudem zur Überzeugung gekommen, das große Ziel Klassenerhalt, dem es alles unterzuordnen gelte, "nur mit einem neuen Impuls erfolgreich anstreben" zu können.

Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer bedauert die "sportliche Entwicklung" in den letzten Wochen "sehr", betont aber, dass im Sinne des Vereins "eine professionelle Entscheidung" getroffen werden musste. Schiele war seit Juni 2017 bei den Würzburger Kickers zunächst als Co-Trainer tätig, im Oktober 2017 rückte er zum Chefcoach auf. Nach zwei Platzierungen im oberen Mittelfeld (zweimal Rang 5) führte er die Kickers in der vergangenen Saison nach einer starken Rückrunde mit 38 Punkten aus 19 Spielen in die 2. Bundesliga zurück. Durch den Aufstieg hatte sich sein Vertrag automatisch verlängert, nun ist er Geschichte.

Antwerpen übernimmt

Schieles Nachfolger ist mit Marco Antwerpen bereits gefunden. Der 48-Jährige, der Eintracht Braunschweig in der vergangenen Saison zum Aufstieg coachte, dann aber keinen neuen Vertrag erhalten hatte, unterschrieb bis 2022. "Mit Marco haben wir einen gestandenen Cheftrainer verpflichten können, dessen Vorstellungen vom Fußball und Zielsetzungen der Würzburger Kickers deckungsgleich sind. Gemeinsam wollen wir das große Ziel, den Klassenerhalt, anpacken", erklärt Sauer. Bereits am Nachmittag wird Antwerpen, der vor seiner Braunschweiger Zeit bei Preußen Münster, Viktoria Köln und Rot-Weiss Ahlen aktiv war, die erste Einheit übernehmen.

"Ich habe nach der Anfrage am gestrigen späten Abend nicht lange überlegen müssen", erklärt der 48-Jährige. "Das Projekt FC Würzburger Kickers mit Flyeralarm und Felix Magath ist einzigartig und hat enormes Potential. Ich freue mich auf die Aufgabe bei den Kickers. Das Ziel kann nur sein, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Verein in der 2. Bundesliga zu halten und zu etablieren." Sein Debüt bei den Kickers und in der 2. Bundesliga feiert Antwerpen am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Greuther Fürth.