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"Wurden dominiert und hergespielt": Dresden verliert letztes Heimspiel des Jahres

Im letzten Heimspiel des Jahres verpasste die SG Dynamo Dresden am Sonntag durch eine 0:2 Heimniederlage gegen Holstein Kiel den Anschluss an die Spitzengruppe. Trotz einer teils engagierten Leistung haderten die Hausherren mit ihrer Chancenverwertung und der somit "verdienten" Niederlage.

Dresden mit mangelnder Chancenverwertung

Die Mannschaft von Maik Walpurgis startete gut in die Partie, belohnte sich jedoch nicht mit dem Führungstor. "Wir haben sehr gute Möglichkeiten und können früh in Führung gehen. Dann hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen", haderte SGD-Trainer Walpurgis auf der anschließenden Pressekonferenz. Doch es kam anders, Keeper Markus Schubert segelte unter einer Flanke hindurch und Mühling nutzte den Fehler eiskalt. "Das erste Tor geht klar auf meine Kappe", nahm der Torwart die Schuld auf sich.
Dresden suchte sofort die Antwort, doch wieder machte ihre Chancenverwertung den Sachsen einen Strich durch die Rechnung. Wie es besser geht bewiesen die Gäste nach 22 Minuten, als Honsak zum 0:2 abstaubte. "Der Zeitpunkt der Gegentore hat unseren Matchplan über den Haufen geworfen. Obwohl wir gut reinkommen nutzen wir unsere Chancen nicht, Kiel im Gegenzug schon", fasste Innenverteidiger Jannik Müller die Problematik der frühen Gegentore zusammen. Die Gäste bekamen in der Folge das Spiel besser in den Griff und spielten ihre Stärken aus. "Kiel besitzt eine enorme Qualität und spielt stark hinten raus. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und so haben sie es uns richtig schwer gemacht", so Müller.

"Wurden dominiert und hergespielt"

Noch deutlichere Worte fand SGD-Kapitän Patrick Ebert: "Bis auf die zwei guten Chancen am Anfang hat uns Kiel dominiert und hergespielt. Sie haben uns laufen lassen und waren gefühlt immer einer mehr." Doch auch das Engagement seines Teams kritisierte Ebert: "Wir sind zu wenig gelaufen und haben die entscheidenden Schritte nicht gemacht, dadurch hatte Kiel zu viel Raum. Daran müssen wir arbeiten." Dennoch wären die Gastgeber fast in das Spiel zurückgekommen. Moussa Koné ließ direkt nach Wiederbeginn zwei große Chancen zum Anschlusstreffer liegen. "Kommen wir da zurück, wird es nochmal ein interessantes Spiel", war sich Walpurgis nach Abpfiff sicher. Doch seine Spieler scheiterten am gut aufgelegten Kronholm und mussten sich wiederum bei ihrem Torwart bedanken, dass es bei den zwei Gegentoren blieb.
So waren sich am Ende alle Beteiligten einig, dass die Niederlage verdient war. "Wer die Tore schießt gewinnt verdient", brachte es der Dynamo-Trainer auf den Punkt. Darüber hinaus lobte er die Kieler, welche er zu den vier bis fünf besten Mannschaften der zweiten Liga zählt.
In die Nähe solcher Tabellenregionen wollen die Dresdner mit zwei Siegen zum Jahresabschluss springen. "Das Ziel ist es die letzten  beiden Spiele zu gewinnen. Es werden aber zwei extrem schwere Spiele, besonders die Paderborner Offensive ist gefährlich", gab Verteidiger Müller die Marschrichtung vor. Gegen eben jene Paderborner beendet Dynamo am kommenden Samstag die Hinrunde, ehe zum Jahresabschluss am 23. Dezember das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg auf dem Programm steht. Auch Unglücksrabe Schubert blickt optimistisch nach vorn und zeigt sich hoffnungsfroh: "Wir müssen 180 Minuten Vollgas geben und dann bin ich guter Dinge, dass wir die Punkte holen."