"Zu solchen Siegen gehört viel Arbeit": SVD zieht langsam davon

Aus den letzten drei Partien hat der SV Darmstadt 98 wieder die volle Punktausbeute mitgenommen. So auch beim 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn 07 am Ostersonntag. Dank Einsatzwille und Leidenschaft, wie die Spieler wiederholt proklamieren, setzen sich die Lilien weiter an der Tabellenspitze ab.

"Das war so nicht gewollt"

Das zweite Saisontor von Matthias Bader zeigte am Ostersonntag auf, dass das Glück in dieser Saison mit den Tüchtigen ist. Denn aus einer missglückten Flanke entstand der Führungstreffer für die Lilien. "Ich brauche nicht zu lügen, das war so nicht gewollt", erklärte der Außenbahnspieler nach Abpfiff. Darmstadt belohnte sich dank seiner Tugenden. "Wir haben erneut gezeigt, dass mit Leidenschaft und Willen einiges möglich ist", so Bader.

Deswegen steckten die Lilien auch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer weg. Wie schon im Hinspiel, das ebenfalls mit einem knappen 2:1-Sieg an den SVD ging, war Paderborn die zu erwartende Herausforderung für die Mannschaft von Torsten Lieberknecht. "Paderborn hat es uns taktisch sehr schwer gemacht, ihre Sechser standen breit, der Raum für den Zehner wurde dadurch automatisch größer", analysierte Bader stellvertretend das Spiel. "Das war schwer zu verteidigen, insgesamt haben wir das aber richtig gut gelöst." Besonders in der 59. Spielminute, als Braydon Manu seinen Tempovorteil ausspielen und den letztendlichen Siegtreffer erzielen konnte.

Zimmermann spricht das Spielglück an

Bader lobte daher vor allem den Zusammenhalt, der so oft in dieser Saison am Böllenfalltor beschrieben wird. "Alle hatten die Bereitschaft, diese Löcher wieder zuzulaufen. Es war sicherlich ein schweres Spiel, da ist man natürlich erleichtert über die drei Punkte", fasste der 25-Jährige entsprechend zusammen. In der Abwehrkette konnte sich auch Christoph Zimmermann über den Dreier freuen: "Zu solchen Siegen gehört viel Arbeit und auch ein Quäntchen Glück. Das wollen wir gar nicht abstreiten." Mit 58 Punkten grüßen die Lilien somit weiter von der Tabellenspitze.

Der Vorsprung auf den dritten Rang beträgt inzwischen sieben Zähler, der Abstand zum vierten Platz schon elf Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Lilien auch schon bis zum letzten Spieltag im Aufstiegskampf mitmischten, hat sich die Lieberknecht-Elf bereits um zehn Punkte verbessert. Die Sorge, dass erneut auf den letzten Metern etwas schiefgeht, sinkt. "Wir haben jetzt drei Spiele in Serie gewonnen, das gibt ein gutes Gefühl für die Reise nach Düsseldorf. Das wird das nächste extrem harte Spiel", machte Zimmermann trotzdem allen klar, dass noch sieben Herausforderungen vor dem SVD liegen.

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